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Das Morgenland · 1842-04-01 · 4 (4.1842) · p. Seite 127

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Journal
Das Morgenland
Volume
5 (1842)
Issue
4 (4.1842)
Date
1842-04-01
Page
Seite 127 (sequence 31)
Language
German
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Stand der Ding» im Morgenland». 137 von wirklichem Gewichte war. Dieser betraf die Geldforderungen, welche türkische^ Ausgewanderte für ihre, unter dem neuen griechischen Scepter zurückg,lassen,» Güter noch zu machen hatten. Die beschwichtigenden Erklärungen der griechischen Regierung, die frenndlichen Vorstellungen der Gesandten der Großmächte halfen nichts bei der Pforte; sie fuhr in ihren Rüstüngen und Truppenfendungen fort "und erklärte endlich in der zweiten Hälfte des December, eS werde der griechischen Regierung nur noch eine Frist von vierzehn Tagen gestattet, um die Pforte zufrieden zu stellen. Der AuSbruch eines blutigen Kampfes zwischen der geübter» und geordneten, zahlreichen Streitmacht der Türken und den Griechen in und außerhalb deS Königreichs — eine Wiederholung der schauerlichen Geschichten der zwanziger Jahre stand vor der Thüre. Aber Oesterreich setzte der türkischen Kampflust ein nachdrückliche- Veto entgegen, mit welchem die andern Großmächte sich einverstanden zeigten. Seither ist eS ruhig geblieben und an di> Stelle der Drohungen mit dem Schwerte sind zwischen Konstantinoprl und Athen wieder die Unterhandlungen mit der Feder getreten. Der neue englische Gesandte in Konstantinopel, Sir Stratford Canning, Nachfolger deS Lord Ponsomby, machte seine Reise nach der türkischen Hauptstadt über Wien und Athen. An ersten« Orte besprach er sich näher mit dem Lenker der österreichischen Politik, de« Fürsten Metternich, in Athen leitete er der getroste« nen Abrede gemäß die begütigenden Unterhandlungen mit der Pforte ei», und war bei seiner Ankunft in Konstantinopel, Ende Januar 1842, im Falle, die Summe von einer Million Drachmen *) alS griechische Entschädigung-. *1 Sine griechisch« Drachme ist ungefähr 23 Kreuzer rhein.

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