Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 4 (4.1842)
- Date
- 1842-04-01
- Page
- Seite 128 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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1)8 Staad der Viag« im Mor-enlanke. zahlung an die ausgewanderten türkischen Güterbrsitzer anzubieten. Inzwischen hatte die neue, von der Pforte eingeschlagene Richtung sich auch darin bethätigt, daß ein neuer Großwessier eingesetzt wurde in der Person des Jzzet Mehemed Pascha. Er war in früherer Zeit Janitscharen-Aga, erklärte sich aber für den Sultan bei de« letzten Aufstande dieser Truppe (1826). Er wird geschildert als ein Mann von Lcht türkischem Schrot und Korn, der gegen die »Ungläubigen» (die Ehn'sten) als guter Moslem Haß und Verachtung im Herzen trägt, und zu Trbtz dem bisherigen Reuerungssystem die Türkei auf ihren türkischen Grundlagen erhalten will. In seiner Amtsverwaltung entwickelte er sofort eine große Thätt'gkeit. Er ließ es sich angelegen sein, die Dinge auf alt-türkischem Fuße herzustellen. Die Paschas der Provinzen wurden wieder Herren derselben. Nicht mehr bezahlt der Staat ihnen eine Besoldung und stehen ihnen eigene Finanzbeamte (Muhassils) an der Seite; sie treiben die Steuern wieder selber ein, nehmen ihre Procente von den eingettiebenen Summen vorweg und schicken den Rest nach Konstantinopel; alles auf alt-türkisch. Jzzet's rttrospective Bestrebungen erstreckten sich auch auf Kleidung und andere äußere Gebräuche, durch welche die Nicht-Muhammedaner ausgezeichnet und herunter, gesetzt werden sollen. Auf der andern Seite muß ihm auch nachgesagt «erden, daß er fieißig arbeitet, allem selber nachgeht, und viele alte Mißbräuche, wie übertrieben hohe Besoldungen, Stellen ohne Geschäft u. s. w. an der Wurzel angreift und ausrottet. (Fortsetz»«- folgt.)