Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 4 (4.1842)
- Date
- 1842-04-01
- Page
- Seite 125 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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Stand der Ving» int Morgenland«. |u gegen die europäischen Mächte auf. Diese selbst aber, seit Unterzeichnung des Vertrags vom 13. Juli 1841 und nachdem sie die orientalische Frage für erledigt er« klärt haben, sind in Frieden auseinander gegangen, und verfolgen jetzt der Pforte gegenüber unabhängig ihre Wege. Frankreich kann eS nicht gerne sehen, daß England im On'ente an Macht und Einfluß gewinne, und etwa sich festseye auf der großen Bölkerbrücke, welche von dem Mittelmeer nach dem indischen durch Syrien und durch Aegypten führt. Lieber möchte Frankreich das von seinen frührrn Königen geübte Protektorat über die Ehristen des Orients wieder aufnehmen, und seine Politik bewegt sich in dieser Bahn. Rußland sieht zu und wattet. Diese Macht findet sich nicht veranlaßt, weder den Protestantismus noch den römischen Katholi» ciSmus, weder Engländer noch Franzosen im Morgenlande zu begünstigen; sie hält sich daher abseite und ist gewärtig waS kommen werde. England, Preußen und Oesterreich handeln vereinigt. England und Preußen haben durch Aufstellung eines protestantischen Bischofs in Jerusalem einen wichtt'gen Schritt gtthan; Oesterreich sieht nicht scheel dazu. Die deutschen und die englischen Interessen in Sachen der Türkei und des Morgenlandes kreuzen sich nicht, unterstützen sich vielmehr gegenseitt'g. Dieß ist die gegenwärtige Sachlage mit ihren Hauptmerkmalen; den Ueberblick de- Einzelnen in der geschichtlichen Aufeinanderfolge bringen wir unter folgende vier Rubriken: I. Die Rüstungen und Maaßrt« geln der Pforte, und ihre Spannung mit Griechenland. II. Die Unruhen im Libanon. III. Das Bisthum in Jerusalem. IV. Mehemrd Ali und Aegypten.