Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 4 (4.1842)
- Date
- 1842-04-01
- Page
- Seite 124 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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1*4 Stand der Ding« im Morgenland«. Stand der Dinge im Morgenlande. Im ersten Heft diese- Jahrganghaben wir einen Rückblick geworfen auf den Gang der morgenländischen Ereignisse in den letzten vier Jahren. Noch blieben uneinige Punkte übrig, deren Besprechung einem neum Aufsatze hat müssen überlassen werden, da sie auch der That nach einen neuen Abschnitt in der Entwicklungsgeschichte deheutigen Morgenlandebilden. Biin den Lauf devorigen Jahrerschien die Pforte alder kraft, und willenlose Schützling der europäischen Mächte; diese selbst aber waren in ihrem Handeln mehr oder weniger einig, und rkonnte zu der Pforte von dem Gesammtwillen dieser Mächte gesprochen werden. Diese- Berhältniß hat sich Von beiden Seiten geändert und die allgemeine Sachlage ist nunmehr eine neue und andere. Die Veränderung selbst hat sich noch nicht in Begebenheiten und Krieg-ereignissen offenkundig gemacht, sie ist aber nichtdesto weniger vorhanden, und zeigt sich einstweilen in folgenden Hauptmerkmalen. Die Pforte fürchtet den geschwächten. Mehemed Ali nicht mehr. Nicht bloweil er schwach ist, denn sie sei, brr ist auch schwach, und wenn er wollte so lägen noch viele Springfedern in seiner Hand um sich der Pforte fürchterlich zu machen. Aber escheint, daß man ttur, kischer, und ägyptischerseitder Ansicht Raum gibt, esei besser wenn die zwei muhammedanischrn Mächte am Bo-poru- und am Ril einig und also gegen die Christen stark seien; wenn sie einander befehden, so gebe diesenur den Fremden Anlaß sich einzumischen und über die Getheilten zu herrschen. De-Halb tritt denn auch die Pfortenregierung mit einer seit einigen Jahren an ihr nicht mehr gewohnten Selbständigkeit oder Anmaaßung