Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 3 (3.1842)
- Date
- 1842-03-01
- Page
- Seite 95 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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Schul»' Schicksal in den kurdischen Gebirgen. sammt den beiden persischen Officieren, im ganzen sieben oder acht Personen, ermordet wurden. Es geschah dieß im November 1829. Einige armenische Bauern, welche man gezwungen, die Leiche unter die Erde zu scharren, verriethen die Schandthat an ihren Priester, der auf der Persergrenze wohnte, und so kam die Trauerbotschaft nach Tebris. Gleich nach dem Bekanntwerden der Frevelthat schickte der Kronprinz Abbas Mirza eine Drohbotschaft an den Häuptling der Knrden, der auch alsbald die Pferde, Waffen und Effekten des Ermordeten auslieferte, aber die That selbst den Gebirgsräubern zur Last legte. Der Kronprinz hatte die Absicht, im darauf folgenden Jahre diesen Mord zu rächen, aber die einfallende Pest, und späterhin andere Umstände hinderten es. An diese Darstellung, welche uns nicht nur in den sittlichen und socialen Zustand jener Länder einen lehrreichen Blick thun läßt, sondern auch zeigt, welchen Gefahren sich Herr Grant um der Sache des Reiches Gottes willen durch seine Reise in diesen Gegenden muthvoll aussetzte, fügen wir noch auS seinem Reiseberichte eine Stelle bei, die sich auf den Tod von Schulz bezieht und das schon Erzählte theils bestätigt, theils ergänzt. Am 29. Mai 1840 befand sich Grant wiederum in der Nähe von Basch,Kallch. Er erzählt: Wir machten einen kurzen Halt in einem kleinen Thale, wo Schulz der kurdischen Treulosigkeit als Op^er gefallen. Wir hielten es nicht für rathsam, bei unfern kurdischen Maulthiertreibern nach seiner Begräbnißstätte zu fragen, aber ein verständiger Armenier, dessen Söhne bei der Bestattung geholfen, erzählte mir, ein kleiner Steinhau»