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Das Morgenland · 1842-03-01 · 3 (3.1842) · p. Seite 94

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
5 (1842)
Issue
3 (3.1842)
Date
1842-03-01
Page
Seite 94 (sequence 30)
Language
German
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94 Tchul»' Schicksal in den kurdischen Gebirgen. lichste empfohlen worden. Zwei Offnere -er regulären Truppen des Kronprinzen Abbas Mirza, welche Einge, borne von Urumiah waren und freiwillig den Reisenden begleiteten, schienen hinreichende Sicherheit zu gebe«, zumal da fle das Land schon oft besucht und als Schutz, wache gedient hatten. Aber eben dieses Vertrauen auf den scheinbaren Schutz des persische« Kronprinzen war wohl das Verderben des Reisenden. Es regte sich gegen ihn der Verdacht, er müsse in böser Absicht gekommen sein, das Land zu erkunden für einen künftigen Ueberfall, oder um Gold zu suchen; dieß geschehe, glaubten die Kurden, auf Anstiften der Perser-Pn'nzen, denen fle nie, mals zu trauen allerdings gegründete Ursachen haben. Ihre eigene Sicherheit schien ihnen gefährdet; der Plan wurde geschmiedet. Der Kurden«Häuptling von Djulamerk nahm den Reisenden sehr gastlich und selbst mit scheinbarer Herz, lichkeit auf. Er betheuerte, seine Untersuchlingen unter» stützen zu wollen, und entwarf hinterlistig den Plan zu seinem Untergang. Die Gefahren des zu nehmenden Wegs wurden dem Reisenden übertrieben und ihm eine vorgebliche Sicherheitswache mitgegeben, welche, nachdem fle unter dem Vorwände von allerlei Alterthümern den Sorglosen in einen von der Straße abgelegenen GrbirgS, Winkel gelockt, die verbrecherische That an ihm ausführte. Man schoß ihn in den Rücken, seine Begleiter wurden niedergehauen. Seine Diener mit dem Gepäck, von de, nen man ihn zuvor, um seinen Beistand zu schwächen, absichtlich getrennt hatte, waren auf geradem Wege nach der Veste Basch-Kalleh *) geleitet worden, wo sie alle, *) Dasselbe Schloß, wo Herr Grant in jener ängstlichen Rächt den kranken Häuptling äqtlich behandelte.

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