Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 3 (3.1842)
- Date
- 1842-03-01
- Page
- Seite 93 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/4872516-5427214-5427322--1761-4874217- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Baku 1× ep/1000527
OCR text
Schul»' Schicksal in b*n kurdischen Gebirgen. 9) Schulz hatte den Winter von 1826 auf 27 in Kon« stantinopel zum Studium der orientalischen kitteratur verwendet, darauf über Trebisonde und Erzerum den Wan, See besucht und war mit dem Schatz der entdeck, ten Keilschriften nach Konstantinvpel zurückgekehrt, weil ihm der türkische Pascha die Erlaubniß verweigert hatte, die persische Grenze zu überschreiten. Keineswegs ab« geschreckt durch diesen Widerstand kehtte Schulz zum zweitenmale über Tiflis, Baku und dakaspische Meer auf jenen Boden der Gefahr zurück. In Tebris ver, weilte er im Jahre 1829 acht Monate, um Türkisch, Persisch und Kurdisch vollständig zu erlernen^ und Kur, destan mit Erfolg bereisen zu können, daS zu den unbe« kanntesten Provinzen Asiens gehört. Die großen damit verbundenen Gefahren, vor welchen ihn die englischen Behörden in Tebris zurückzuschrecken suchten, machten ihn nur begieriger nach Entdeckungen. Auch der persische Grenzbefehlshaber, Askar Khan, einst persischer Gesandter in Frankreich zu Napoleons Zeit, rieth ihm davon ab, sich unter ein fremdes Volk zu begeben, über welchedie persischen Herrscher keine Macht ausüben können. Nichts hielt aber Schulz ab. Um das Südufer des Urumiah, Sees herumziehend gelangte er in das Gebiet des Häupt« lingder Hakary,Kurden und drang bis Djulamerk, dem Hauptort der Hakary, vor. Seine Absicht war, von da über Salmas zum Nordufer deS Urumiah,Sees auf persisches Gebiet zurück zu kehren. Obwohl nun jene Kurden als Räuber und Mörder bekannt sind, so ttaute Schulz doch zu sehr auf ihre Ab« hängigkeit, in der sie durch den Handelsverkehr nach Urumiah mit der persischen Nachbarschaft zu stehen schein neu; von dem dort als Statthalter herrschenden persi, schen Prinzen war er ihnen allerdings auf das nachdrück.