Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 3 (3.1842)
- Date
- 1842-03-01
- Page
- Seite 69 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Di« nesivrianischrn Christen «» weine nun, mein Sohn, bei dem Gedanken, wie bald auch du den schrecklichen Felsen wirst ebenso heruntergestürzt werden, wie du mich jetzt hinabwerfen willst». Diese Worte brachen dem Sohne das Herz; er trug sei, nen Baker wieder nach Hause und verpflegte ihn. Der Borgang wurde weiter erzählt, er machte Eindruck, und der gräuliche Gebrauch hörte auf. -7- Sollte diese Er« zählung auch bloße Sage sein, so charakterisirt sie doch da- Volk, das sie hegt. Nachdem ich endlich alle die Hülfesuchenden befrie, digt hatte, folgte ich aufwärts einer Thalschlucht, die gegen den Zab ausläuft, und erreichte noch vor Nacht daS Dorf Aschitha. Der Name bedeutet »Lawine», denn hier fallen solche häufig. Die Spuren mehrerer Lawinen waren noch zu sehen in den Schluchten unmit« telbar oberhalb deS Dorfeswo sie nie ganz verschwin« den sollen. Wir zogen vier oder fünf lenglischej Meilen lang durch ein zusammenhängendes Dorf, aus dessen Häusern die Leute häufig heraustraten, uns zu grüßen, oder Arzneien von mir zu verlangen. Bon einem Dorfe das et« wa hundert Häuser zählt, an der Seite des Berges, sagte man mir, dort seien nicht weniger als vierzig Leute, welche lesen könnten. Man bettachtete diese Zahl als ungemein groß im Berhältniß zu den tausend oder mehr Seelen, die das Dorf enthalten mag. In Aschitha war ich bet dem Priester Auraham (Abraham) zu Gaste, welcher als der gelehrteste der jetzt lebenden Restorianer bettachtet wird. Er hat zwanzig Jahre seines Lebens damit zugebracht, Bücher zu lesen und abzuschreiben und hat Bieles geleistet, um dem großen Mangel in der neston'anischen Litteratur, wenn nicht ab« zuhelfen, so doch zu Hülfe zu kommen. Dennoch besitzt