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Das Morgenland · 1842-03-01 · 3 (3.1842) · p. Seite 68

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
5 (1842)
Issue
3 (3.1842)
Date
1842-03-01
Page
Seite 68 (sequence 4)
Language
German
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68 Di« ntftvrianischrn Ehri-en. ten diese Eeremonie als eine« einfachen Ausdruck der Liebe zu dem HErrn und des Glaubenan seinen Tod und Versöhnung, und machen übn'gens das Kreuz in keiner W«se zu einem Gegenstände religiöser Verehrung. Den 21. October. — Mit Tagesanbruch kam das Volk in solcher Anzahl herbei um meine ärztliche Hülfe in Anspruch zu nehmen, daß ich die Leute in Entfernung halten mußte, und nur drei oder vier Personen auf einmal konnte vortreten lassen. Viele der Hülfesuchenden kamen von andern Dörfern hex. Häufig kamen Gallenübel vor, intermittirende Fieber u. s. w. Die Ursache davon liegt in der Nähe der Reisfelder und der reichlichen Bewässerung der Gärten des Dorfes, verbunden mit der großen Hitze im Sommer, welche in den engen Thälern erstickend sein muß. Die Berge steigen so steil an, daß ein großer Theil des urbaren Bodens nur durch künstliche Terrassirung gewonnen, wird. Steinerne Mauern halten die Wände dieser Terrassen, und eine . steigt über die andere auf; zwischen diesen Anpflanzungen stehen die Häuser zerstreut. Nicht weit von Lezan zeigt man einen tiefen Absturz, an dessen Rand in den alten Zeiten, vor Einführung des ChristenthumS, die Kinder, um ihrer los zu werden, ihre alten und gebrechlichen Eltern brachten, um fle hinabzustürzen. Folgende Begebenheit machte der schauerlichen Sitte ein Ende. Ein junger Mann trug seinen greisen Vater zu dem Felsen hinauf, und legte aus Ermüdung und um ein wenig auszuruhen unterwegs seine Last ab. Da fing der alte Mann an zu weinen und sagte zu seinem Sohn: »Ich weine nicht für michsondern für dich.-Ich erinnere mich noch wohl des Tages, da ich meinen Vater hier hinauf trug; damals dachte ich nicht, wie bald die Reihe an mir sein werde. Ich

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