Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 1 (1.1842)
- Date
- 1842-01-01
- Page
- Seite 4 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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4 Die Völkertafel 1 Mose X. Zustand einzelner Völkerschaften nicht zu erklären ver, mochte. Daß aber Gott den Menschen nicht als Hotten, totten oder Pescheräh in die Welt gesetzt, sondern daß diese halbthierischen Menschen durch die Sünde herunter gekommene und versunkene Geschöpfe sind, dafür zeugt unter ander« der tiefe Verfall der eingebornen amerika, nischen Stämme Peru's und Meriko'S, von deren uraltem Culturzustande viele Denkmäler in den jetzt wieder mit Urwaldungen bedeckten Gegenden zeugen, und dessen letzte Stadien noch die europäischen Entdecker jener Länder trafen und mit zerstören halfen. Ueber die Abstammung von einem Adam durch die Wissenschaft selbst beruhigt, wollen wir nun im Folgenden die andere Seite der Frage, die Verbreitung der Nachkommenschaft dieses Einen über den ganzen Erdboden, näher beleuchten. Wir nehmen zu diesem Zwecke die Völkertafel, I MoseX., vor uns, die sich uns als das hierauf bezügliche, authentische Document gibt, und freuen uns auch hier durch die Fortschritte, welche die Völker,, Sprachen, und Länderkunde in neuerer und neuester Zeit gemacht hat, von Seiten der Wissenschaft so viel Uebereinstimmendes geboten zu sehen. *) *) Sitten vollständigen wissenschaftlichen Nachweil }u liefern, erlaubt der Raum und der Zweck dieser Blätter nicht; wir müssen un« bescheiden, da« allgemein Anerkannte und Erwiesene mitzutheilen. Da wo die eigene Ansicht und Spekulation au« Mangel an Positivem mehr hervortritt» wollen wir den Fehler »u vermeiden suchen. in den Pastor Feldhoff (die Dölkertafek der Genest«. Elberfeld 1837) nach Dr. Lange'« Unheil (in seinem gediegenen Aufsatze im ersten Hefte seiner Vermischten Schriften) doch etwa« gerathkn ist: »die varstellungtweise auf hypothetischen Gebieten zu positiv gehalten zu haben». — Indem wir für da« eigentlich Wissenschaftliche auf die beiden angefühNen Schriften verweisen, bekennen wir gerne, wie viele Belehrung. Klarheit und Anregung wir dem Lesen derselben verdanken.