Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 1 (1.1842)
- Date
- 1842-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 8)
- Language
- German
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Di» Bölkrrtafe« i Mose X. 3 schaft hochangesehene Männer (Haller, Linn^, Büffon, Blumenbach, Euvier u. a.), und wenn die Affenver« wandtschaft auch noch nicht ganz aufgegeben ward, so schämt man sich ihrer doch, und sie tritt bedeutend zurück, und wohl nur deßhalb nicht ganz, weil man ohne Annahme der in die Menschheit eingedrungenen^Sünde den verfallenen, nur wenig über die Thiere erhobenen (der kaukasischen» mongolischen, äthiopischen, malaischen und amerikanischen Rare) von den einen auf drei Grundracen (der rauras., mongvl. und äthiop.) reducirt, und von den andern auf fünftes», Menschenarten (?!) gebracht wird. Gehr n'chtig äußert sich Wimmer in seiner »Ko«molvgischen Vorschule »ur Erdkunde» hierüber. Nachdem er gegen die »Menschenver» vieher», die den Menschen von seiner physischen Seite in eine mbglichst innige Verwandtschaft mit dem Affen zu setzen suchen, geeifert, sagt er unter anderm: »Die Raren aufftellenden Naturforscher legen gewöhnlich ihren Behauptungen Kupfer bei, und natürlich wählen sie dazu die Extreme einer jeden von ihnen aufgestellten Rare. Zu diesem kommt noch rin anderer Fehler: man will da« Eharakteristisch« recht sehr hervorheben, und aut lauter Sucht nach Treue macht oft ein einiger festerer Zug de« Zeichner«, ein einziger Druck de« Künstler« auf den Grabstichel, die Abbildung ungetreu. Dessen ungeachtet Hab» ich mehr al« einmal Charakterbilder mit der lebenden Mannigfaltigkeit de« Volk« verglichen, und da« Resultat war. daß ich die Originale nicht in Malacca oder Nigritien, oder bei den Samojeden, sondern in meiner unmittelbaren Nähe zu suchen hatte. Keine Abbildung ist mir noch vorgekommen vom langnasigen Caucaster bi« rum Guineaneger, der«« Original sticht unter unserm Landvolk« »ti finden wäre, und »war in der reichsten Varietät; abgesehen davon, daß die Reisenden oft nur die auffallendsten und karrikirten Figuren zeichnen. E« gibt daher unter den Menschen allerding« eine sehr mannigfaltig« Bildung; viele klimatische und andere Einflüsse modifiriren di« Farbe. Bildung und physischen Eigenheiten de« Menschengeschlecht«; und da allerting« gleiche Verhältnisse gleiche Wirkungen Hervorbringen, so theilte sich da« Menschengeschlecht in Familien, aber durchaut in keine Raren».