Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 1 (1.1842)
- Date
- 1842-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 7)
- Language
- German
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z Die Dölkertafel l Mos« X. heit unter der schweren kirchlichen Bevormundung, prüft sie unbefangener das, was die heilige Urkunde einfach aber tieferfaffend über jene wichtigen Momente der Geschichte unseres Geschlecht- und seines Wohnhauses, der Erde, ihr mittheilt, und findet mehr als sie erwartet. Ließ ruft aber auf Seite der gläubigen Schriftauslegung auch wider mehr und mehr das Vertrauen an die Stelle deS Mißtrauens, das bis dahin mit Recht sie gegen jede sogenannte freie Forschung auf jenen Gebieten hegte, und so sehen wir doch der endlichen Versöhnung dieser alten Verstimmung entgegen, da Wissenschaft und Glaube Hand in Hand jene großen Probleme zur Ehre Gottes lösen werden. Eine jener Streitfragen zwischen Wissenschaft und Schriftlehre, die nun ihrer Lösung wohl am meisten sich naht, ist die über die Abstammung und Verbreitung des Menschengeschlechts. Es gab eine Zeit, da man den Menschen als das Erzeugniß eines Urschlamms betrachtete, dessen gebärende Kräfte zuerst in rohen Bildungen sich versucht, dann einer Reihe immer vollkommenerer Geschöpfe das Dasein gegeben, bis sie endlich nach dem Affen den Menschen, oder vielmehr viele Menschenpaare zu gleicher Zeit, hervorgebracht hätten. — Jetzt bürgen für die Abstammung von einem Menschenpaare*) bei der ungläubigen Wiffen- *) Wat die Wissenschaft lang« abhielt »u diesem bibrlgemäßen Resultat m gelangen, waren di« sogenannten Raeeunnterschiede. Diese migrn nun so bedeutend sein alt sie «ollen, über »Spielarten der gleichen Gattung (Blumenbach)-' gehen sie nicht hinaut. Dabei ist die Festsetzung der Grenze äußerst schwierig, da die Mittelglieder überall vorhanden, und die auffallendsten Verschiedenheiten durch die unmerklichsten Uebergänge und Mittelnüancrn ineinanderfliesen, wethalb denn auch die Zahl der gewöhnlich angenommenen fünf Hauptraren