Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 12 (12.1841)
- Date
- 1841-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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38» Der Brr- Sinai. chen, steigt nordwestlich in FelSklippen auf, welche als Fluen (glatte, senkrechte Felswände) nach der Ebene Rahah abfallen, und den Namen Horeb tragen. Einen ungefähren Maaßstab der Entfernungen erhält der Leser, wenn wir ihm sagen, daß von dem Kloster Sr« bain im Thale Ledja ein Fußgänger bis zum '-Kloster„ ' im Thale Shurib anderthalb Stunden braucht, wenn er von Erbain nach der Ebene vor, und an den "Gärten-, vorbei, längs der Flue des Horeb hingeht und dann in das Thal Shueib einlenkt. Schon rin Blick auf die Karte lehrt, daß Horeb und Djebel Musa Zusammen einen Bergstock bilden, welcher rund umgangen werden kann, und daß dieser Gang nur einige Stunden erfordern würde. Es ist nun wahrscheinlich, daß diese Bergmasse, den südlichen Gipfel — Djebel Musa — und die nördlichen Felswände — Horeb — inbegriffen, in der biblischen Erzählung den Namen Sinai trägt. Eine Linie also, welche durch den Wady Shueib herauf nach den »nackten Kieshügeln», an dem Fuße des Djebel Musa vorüber, und in das Thal Ledja hereinliefe, durch dasselbe sich fortsetzte und bei den »Gärten» rechts, am Fuße des Horeb vorüber, wieder nach dem Wady Shueib herein ginge, würde den Bergstock begränzen, der in der Bibel Sinai heißt. Der »ganze Berg Sinai», welcher rauchte (2 Mose 19, 18.), da der HErr hernieder fuhr, scheint dieser gesammte Bergstock gewesen zu sein; »die Spitze deS Berges», wo hinauf Mose zum HErrn berufen wurde, war ohne Zweifel der Djebel Musa, und die altmorgenländische lieber« lieferung mag daher mit dieser Benennung das Richtige unS aufbewahrt haben. Während aber der ganze Berg sehr bebete und rauchte, befand sich, wie Robinson nach« weiSt, das Volk Israel aller Wahrscheinlichkeit nach in