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Das Morgenland · 1841-12-01 · 12 (12.1841) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
4 (1841)
Issue
12 (12.1841)
Date
1841-12-01
Page
[Seite] (sequence 29)
Language
German
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Der Berg Sinai. -8» Araber keinen Berggipfel jener Gegend mit diesem Ra» men. Der Katharinenberg heißt bei den Christen und den Landeseingeborenen gleich/ und es kann keine Rede davon sein, ihn zum »Sinai» machen zu wollen; den Gipfel, welchen die Christen Sinai nennen, heißen die Araber Djebel Musa d. h. Berg des Mose, wodurch sie denn allerdings die Ueberlieferung aufbewahren wol- > len, daß auf dieser Felshöhe Mose in der Nähe GotteS geweilt; die, mit dem Stocke des Djebel Musa zusammenhängenden, nördlich steil abstürzenden Felsklippen oder, wie wir Schweizer sagen, Fluen, tragen bei Christen und Arabern den Namen Horeb. Letztere haben die alte muhammedanische Ueberlieferung aufbewahrt, die feierliche Gesetzgebung habe stattgefunden von diesen Felshöhrn herab. Wir kommen auf diese Meinung nachher wieder zurück, und wollen sie einstweilen nur mit dem Bemerken angcdeutet haben, daß die alten Ueberlieferungen bekanntermaßen in der Seele der Araber unauslöschlich haften, während die mönchischen Traditionen älterer christlicher Zeit in der Regel nicht den mindesten Glauben verdienen. Nachdem wir den jetzigen Stand der Namen angegeben, wenden wir uns zu den Bergen selbst und suchen an ihnen nachzuweisen, welches die Oertlichkeiten der alten heiligen Ereignisse und ihre damaligen Namen mögen gewesen sein. — Wir bitten unsere Leser, auf der Karte den Djebel Musa inS Auge zu fassen. Südlich fällt er steil ab in eine Thalung mit »nackten Kieshügeln»; nördlich senkt sich sein Gipfel auf einen Felsrücken hinab, welchem zwei Thäler rechts und links (nordöstlich und südwestlich) liegen: das Thal Sh«eib mit dem »Kloster», und das Thal Ledja mit dem Kloster Erbain. Der Felsrücken, von dem wir eben gespro-

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