Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 12 (12.1841)
- Date
- 1841-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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380 Der Berg Sinai. 30 bis 40 englische Meilen im Durchmesser hat. Die« ser Gebirgsstock enthält die höchsten Berge der Halbinsel, deren rauhe und spitzige Gipfel, deren steile und zerklüftete Seiten ihn deutlich von der übrigen Landschaft, die man vom Sinai aus vor Augen hat, unterscheiden lassen. Auf dieser höchsten Gegend der Halbinsel finden sich die fruchtbarsten Thäler, in denen Obstbäume wachsen. Sie liegen vorzüglich 3 bis 4 Stunden westlich und südwestlich vom Kloster. Wasser ist in diesem hohen Berg« und Felsreviere in Menge vorhanden und eben deshalb ist es der Zufluchtsort aller Beduinen, wenn die niedrigen Gegenden ausgetrocknet sind. *) Dieser ganze Gebirgsstock, den wir den sinaitischen nennen, heißt bei den Arabern Djebel et-Tur (Turberg), so genannt von der Stadt Tur oder Tor, am Meerbusen von Suez. Sie liegt südwestlich am Fuße der ihren Namen tragen, den Berggruppe. In dieser letzter» ragen besonders drei Gipfel empor; sie liegen alle drei beinahe in einer Linie, gezogen vom Sinaigipfel nach Tur. So recht in der Mitte des ganzen Gebirgsstockes liegt der Sinai, mit 7000 Fuß Mcereshöhe, südwestlich und ziemlich nahe liegt der Katharinenberg, der sich zu 8000 Fuß er« hebt; etwas entfernter und ebenfalls ungefähr in südwestlicher Richtung liegt der Om Shaumer oder Shomar. Er steigt noch 500 Fuß böher an als der Djebel Katherin, noch ist aber kein Reisender auf seinen glatten, kahlen Granitgipfel hinauf gelangt. Er ist auf unserer Karte nicht mehr sichtbar. Suchen wir nun den Sinai, von welchem wir seit den Tagen unsrer Kindheit wissen, daß daselbst die Majestät Gottes sich geoffenbart, so benennen heutzutage die *) Burckhardt, Reisen. Seite 917.