Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 12 (12.1841)
- Date
- 1841-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Berg Sinai. 27» gute Alte behandelte sie freundlich und theilte seine kleinen Gaben mit patriarchalischer Würde und Anstand aus. Wir erreichten das Kloster nach 4 Uhr sehr ermü, det und erfreut, ein ruhiges Stübchen zu finden. (Donnerstags den 29. März 1838 verließen nn« sere Reisenden das Kloster. Ehe aber Robinson sein Reisetagbuch fortsetzt, stellt er über den Sinai und das Kloster noch einiges Nachträgliche zusammen, woraus wir Folgendes entlehnen). Wir kamen mit einigem Un« glauben zum Sinai, und mit dem Borsatz, zu untersuchen , ob außer der klösterlichen Ueberlieferung noch irgend ein wahrscheinlicher Grund vorhanden sei, den jetzt dafür gehaltenen Berg als den Sinai zu betrachten. Das Obige wird den Leser mit den Gründen bekannt gemacht haben, die uns zu der Ucberzcugung brachten, daß die beschriebene Ebene er-Rahah der Ort fei, wo die Gemeinde Israels versammelt wurde, und daß der darüber hereinragcnde Berg, der jetzige Horeb, die Stelle war, wo die erhabenen Erscheinungen statt fanden, unter denen das Gesetz gegeben wurde. Nach langer Prüfung und Forschung waren wir davon völlig überzeugt, daß es an keiner andern Stelle der Halbinsel, und wenigstens nicht um irgend eine der höhern Spitzen eine Stelle gibt, die auch nur einigermaaßen so ganz der geschichtlichen Erzählung und den bei der Begebenheit obwaltenden Umständen entspräche, als diese. Ich habe aber das Einzelne genau dargelegt, weil frühere Reisende diesen Punct nur obenhin berührt haben, und weil es bis auf den heutigen Tag unter den Gelehrten eine gewöhnliche Meinung ist, daß es keinen freien Raum zwischen diesen Bergen gebe. Wir waren auch überrascht und erfreut, hier tief im Innern dieser finstern Granitklippen diese schöne Ebene vor dem Berge «isgrbrcitet zu sehen. Ich