Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 12 (12.1841)
- Date
- 1841-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Orr Berg Sinai. 273 passender Ort für den Geist der Verwüstung, seinen Thron darin aufzurichten. Das Besteigen deö Katharinenberges ist dem des Djebel Musa oder Sinai bei weitem vorzuziehen. Die Aussicht ist weiter, ja fast unbegränzt, und gewährt dem Beschauer einen guten allgemeinen Ueberblick über die ganze Halbinsel, wovon er wenig oder gar nichts auf dem Sinai erfahrt. Das Hinaufsteigen dauert länger und ist mühsamer, aber die Mühe wird auch reichlicher belohnt. Unser heutiger Besuch hier gewährte unS Freude nnd Genugthuung; nicht, wie der gestrige auf dem Sinai, Täuschung. Die Zeit, welche man im Allgemeinen nöthig hat, um den Sinai zu ersteigen, schätzt man auf 1'/,Stunden, und den Katharinenberg 2'/, bis 3 Stunden. Wir verließen den Gipfel nach 1t Uhr und erreichten daS Kloster nach 1 Uhr. Hier harrte der Prior unser, um unS durch el-Ledja herum nach dem Kloster zu führen, und uns die heiligen Oerter unterwegs zu zeigen. Man schätzt die Entfernung 1'/, Stunden, die man so eintheilen kann: Vierzig Minuten bis zur Mündung von el-Ledja, fünfundzwanzig Minuten die Vorderseite deS Horeb entlang nach Wady Shueib, und fünfundzwanzig bis zum Kloster in diesem Thale. Dieß ist eine Art Familienweg für die Mönche. Sie sind ihn Jahrhunderte lang gegangen, und haben der Bequemlichkeit halben alle heiligen Oerter darauf zusammengebracht, von denen sie wußte», daß sie mit dem Sinai in irgend einer Verbindung standen. — Indem wir daS Thal nach dem Kloster hinaufgingen, folgte uns ein ganzer Haufe arabischer Weiber und Kinder, die den Prior um verschiedene Sachen baten und ihm die Hände und den Saum seines Kleides küßten, aus übergroßer Freude, daß sie ihm außerhalb der Klostermauern begegneten. Der