Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 12 (12.1841)
- Date
- 1841-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Oer Berg Ginai. 371 trägt die Höhe dieses Berges 8063 Pariser Fuß über dem Meere, oder ungefähr 2700 Fuß über dem Kloster el«Erbain. Er ist daher 1030 Fuß höher als der Dje, bel Musa. Der Himmel war ganz klar und die Lust kühl. Ein kalter Nordwestwind fegte stoßweise über den Gipfel hin. Das Thermometer stand ta Schatten auf 5 Grad Reaumur; in der Sonne stieg es zuerst auf 9 Grad, aber sobald der Windstoß stärker wurde fiel es wieder auf 7 Grad. (Auf dem Gipfel des Djebel Mnsa hatte das Thermometer 12'/, Grad gezeigt). Der Hauptbeweggrund, der uns veranlaßte, den Djebel Katherin (Katharinenberg) zu besteigen, war die Hoffnung, eine deutlichere und weitere Aussicht über die Gegend des Sinai und der Halbinsel zu genießen. Der Berg gewährt wenig geschichtlich merkwürdiges, da auch nicht die allerentfernteste Wahrscheinlichkeit da ist, daß er mit der Gesetzgebung Israels in Verbindung gestanden habe. Unsere Hoffnung wurde nicht getäuscht. Die Aussicht ist weit und herrlich und umfaßt beinahe die ganze Halbinsel. Die größte Unterbrechung der Aussicht geschieht durch den Om Shaumer, in südwestlicher Richtung, einen scharf zugespitzten Granitgipfel, der vielleicht die höchste Spitze der Halbinsel bildet. Djebel Musa lag nördlich tief unter uns und schien nur eine der unbedeutender» Spitzen zu sein. Rechts vom Om Shaumer war beinah der ganze kauf des Meerbusens von Suez mit dem afrikanischen Gebirge auf der andern Seite desselben sichtbar, wie ein silberner Faden Wasser durch die nackte Wüste gezogen. Zwei von diesen afrikanischen Bergen waren ganz deutlich zu sehen. Gegen Osten zwischen unS und dem Meerbusen von Akaba in seiner ganzen Länge streifte da- Auge über ein Meer von Bergen, schwarze, schroffe, nackte, verwitterte Spitzen — ein