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Das Morgenland · 1841-12-01 · 12 (12.1841) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
4 (1841)
Issue
12 (12.1841)
Date
1841-12-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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z-z Der Berg Sinai. Sage nach aus derselben Zeit, wie die Kirche selbst; desgleichen die Bildnisse Justinians und seiner Gemahlin. Auch viele Gemälde von Heiligen hängen in der Kirche, groß und klein, und sie ist reichlich mit silbernen Rampen versehen, die um den Altar und in verschiedenen Theilen der Kirche aufgehängt sind. Der Fußboden ist recht nett mit verschieden farbigem, zu Figuren zusammengesetztem Marmor gepflastert. Die Decke ist erst vor kurzem auSgebeffert. Hinter dem Altäre zeigte man uns die Stelle, wo der brennende Busch gestanden haben soll, die jetzt als der heiligste Ort auf der Halbinsel angesehen wird; und wie Mose seine Schuhe auszog, um herzuzutreten, so müssen auch jetzt alle, die ihn besuchen, dasselbe thun. Die Stelle ist mit Silber bedeckt und die ganze Kapelle mit reichen Teppichen versehen. Außer der großen Kirche gibt es vier und zwanzig Kapellen in verschiedenen Theilen des Klosters; einige davon gehörten früher den Lateinern (den Römisch-Katholischen), und andere noch früher den Syrern, Armeniern und Kopten. Jetzt sind sie alle in den Händen der Griechen. Einige wurden uns geöffnet; aber sie enthalten nichts Merkwürdiges, und die täglichen Messen, die sonst hier gelesen wurden, unterbleiben jetzt. Nicht weit von der großen Kirche steht auch eine muhammrdanische Moschee, groß genug für zweihundert Verehrer; ein merkwürdiges Denkmal der Toleranz oder der Politik der frühern Bewohner des Klosters. Sie ist nun außer Gebrauch gekommen, da daS Kloster nur selten von muhammedanischcn Pilgern besucht wird. Wir wurden nun hinauf und herunter geführt durch verschiedene kleine Höfe und viele krumme Gänge; das ganze Kloster ist ein Labyrinth von dunkeln Gängen. Die Zellen der Mönche liegen in verschiedenen Theilen

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