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Das Morgenland · 1841-11-01 · 11 (11.1841) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
4 (1841)
Issue
11 (11.1841)
Date
1841-11-01
Page
[Seite] (sequence 27)
Language
German
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Der Berg Sinai. »47 In diesem Thale, etwa eine halbe Stunde tief hin, einwärts, steht das Kloster. DaS dunkle Grün seiner Fruchtbäume und Eypressen lächelt dem Wanderer schon auS der Ferne entgegen; eine schöne Oase mitten in der schaurigen Oede! An dem südwestlichen Winkel der Ebene treten die Felsklippen zurück und bilden einen Einbug oder freien Platz, der sich von der Ebene' nach Westen hi« »och etwas weiter erstreckt. Von diesem Einbug aus zieht sich fast ein eben solches Thal auf der Westseite des Sinai hin. Dieses Thal heißt el«Leja und läuft parallel mit dem, in welchem sich das Kloster befindet. Hier steht daS verlassene Kloster el-Arba'in mit seinem Garten von Oliven, und andern Fruchtbäumen; eS ist von der Ebene aus nicht zu sehen. Ein dritter Garten liegt am Auslauf von el,Leja, utid ein vierter noch weiter westlich in dem so eben erwähnten Einbug. Die ganze Ebene heißt Wady er-Rahah, und das Thal des Klo, sters kennen die Araber unter dem Namen Wady Shu'eib, d. i. Thal des Jethro. — Als wir weiter gingen, er« hob sich der Horeb wie eine Mauer vor uns. Man kann ganz nahe an den Fuß desselben herantteten und den Berg anrühren. Dicht vor seinem Fuße ist das tiefe Bett eine- Gießbachs, durch welchen zur Regenzeit daS Wasser von el»Leja und von den Bergen rings um den Einbug, queer über die Ebene nach Osten geht. Ließ ist der Anfang des Wady esh»Sheikh, welcher dann durch eine Oeffnung in den Felsklippen des östlichen Gebirges ausläuft, ein schönes, breites Thal, das den einzigen bequemen Zugang zur Ebene und zum Kloster bietet. — Indem wir so über dir Ebene schritten, wurden wir da, von sehr ergriffen, daß wir hier so unerwarteter Weise einen Fleck fanden, der so ganz in der biblischen Erzäh, lung von der Gesetzgebung paßt. Kein Reisender hat

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