Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 11 (11.1841)
- Date
- 1841-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
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SSO -»rode« brr Große. feiner Verbrechen trieb ihn z» immer neuen und immer größer«. Er trat mit Pheroras, dem Bruder des Herodes, in eine Verschwörung, den alten König, seinen Vater, zu vergiften. Um allem Verdacht besser auszuweichrn, sollte die Unchat vor sich gehen, während Beide von Jerusalem abwesend waren. Herodes kam aber hinter das Geheimniß. Die Pharisäer hatten seinen Zorn auf sich geladen, weil sie sich weigerten, nicht blos ihm, sondern auch dem römischen Kaiser den Unterthaneneid zu schwören. Dieser letztte Eid, erklärten sie, laufe wider ihr Gewissen. *) Dafür sollten sie eine schwere Geldbuße bezahlen, aber Pheroras' Gemahlin gab ihnen das Geld. Dadurch lud sie begreiflicherweise den ganzen Argwohn des Königs auf sich. Zunächst wüthete Herodes gegen die Pharisäer, denn diese hatten nun die Prophezeiung verbreitet, es werde das Geschlecht des Herodes untergehen, hingegen die Nachkommen des PheroraS zur Herrschaft kommen. Biele ParisLer und Freunde derselben aus der Umgebung des Herodes wurden hingerichtet. Ueber die Gemahlin des Pheroras hielt er ein wachsames Auge. Bald darauf starb dieser sein Bruder plötzlich. Der Verdacht entstand, er sei von seiner eigenen Gattin vergiftet worden. ES mag nun an der Sache gewesen sein, was da will; die, von Herodes darüber eingeleitete Untersuchung führte weiter als man hätte ahnen können, und brachte unerwartet an den Tag, daß der Verstorbene und Antipater dem Herodes Gift bereitet hatten. Nun gingen dem alten, betrogenen und verrathenen Könige die Augen erst auf über den Charakter seine- Sohnes Antt'pater; eine Enthüllung führte zu der andern, und der unglückliche Greis sah *) Darum versuchten sie auch Christus mit der Frage: Ist errcht, daß man dem Kaiser Zin« gebe? Matth. 22, 17.