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Das Morgenland · 1841-11-01 · 11 (11.1841) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
4 (1841)
Issue
11 (11.1841)
Date
1841-11-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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Hervde« der Große. III nun ein, daß das Verbrechen der Hingerichteten Söhne eine, lediglich aus der Bosheit des Antipater hervorgegangene Vorspieglung gewesen, und daß er an unschuldigen Söhnen zum Vatermörder geworden. Ehe wir aber von dem Blutgerichte reden, das Herodes über seinen Sohn verhängte, und von seinem eigenen bald darauf erfolgten Ende, müssen wir der gnadenreichen Geburt unseres Heilandes Erwähnung thun. Ungefähr um eben die Zeit als Herodes in seinen beiden Söhnen, die ihm Mariamne geboren, den letzten Schatten des makkabäischen Geschlechtes tödtete, erging in dem verachteten galiläischen Flecken Nazareth an Maria die Botschaft, daß sie den Messias gebären werde. *) Die Geburt Jesu erfolgte, aber Herodes an seinem Hofe und in seinem tiefen, häuslichen Unglücke wußte nichts davon. Ihn mag damals, außer seinen trostlosen persönlichen Angelegenheiten, hauptsächlich die Schatzung beschäftigt haben, welche Augustus anordnete und um deren willen Joseph und Maria nach Bethlehem sich verfügten. Bekanntlich fehlen uns die nähern geschichtlichen Angaben über diese Maaßregel, es scheint aber, daß dieselbe in Zusammenhang stand mit jenem, von den Juden *1 @« ist schon öfter bemerkt worden, daß dieser Umstand könne al« eine Erfüllung angesehen werden der Weitsagung de« sterbenden Patriarchen Jakob: »E« wird da« Drepter nicht von Juda weichen, noch der Meister (oder der Herrscherstab) »on seinen Füßen, bi« daß der Held komme, und demselben werden di» Völker anhangen.» t Mos. 49, io. E« ist in der That merkwürdig. daß die Hohenpriester au« dem Hause Aaron ungefähr di« an di« Zeit reichten, wo in der Person de« Mittlereine« neuen Bunde« der wahre und ewige Hohepriester erschien, und der letzte Schatten makkabäischer Nachkommenschaft und Hoffnung gerade erlosch, al« der sollte geboren werden, dedie Herrschaft ist in Ewigkeit.

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