Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 11 (11.1841)
- Date
- 1841-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Herode« der Große. 33» ju tobten. Ein anderer Berräther zeigte nachgemachte Briefe vor, aus denen die Schuld der Söhne sich ergeben sollte. Herodes, schon so oft getäuscht und wieder schmerzlich enttäuscht, glaubte doch jetzt den Angaben, die er auf der Folter erpreßt, oder mit denen niederträchtige Wohldienerei ihm entgegen kam. Er wandte sich klagend an Augustus. Dieser gab ihm den Rath, zu der Untersuchung des Vergehens seiner Söhne einsichtige Freunde beizuziehen, und diese das Urtheil fällen zu lassen. Augustus bezeichnet namentlich den König Archelaus von Kappadocien, den Schwiegervater Alexanders, unter denen, die Herodes zu Rathe ziehen solle. Dieser that, aber nur zum Schein, wie ihm Augustus anbefoh, len. Er berief zwar einen Fürstenrath nach Berytns, *1 aber die Eingcladenen waren nur solche, von denen Herodes zum voraus wußte, daß sie ans seiner Seite stehen oder wenigstens sich scheuen würden eine andere Ansicht zu haben, als welche er wünschte, und ein anderes Urtheil zu sprechen, als das, welches sein irregeleiteter Grimm bereits im Herzen gesprochen hatte. Der versammelte Fürstenrath stellte sich überzeugt durch die halben und auf der Folter hervorgerufenen Beweise, welche Herodes gegen seine Söhne vorlegte. Ihre Hinrichtung wurde ausgesprochen. Herodes führte sie nach der neuerbauten Samaria, welche Sebaste hieß, und ließ dort Aristobul und Alexander, seine und Mariamnen'S Söhne, erwürgen. Die Leichen wurden auf die Burg Aleran« drium gebracht, wo die Gräber der Makkabäer waren. Antipater war durch den Tod seiner beiden Stiefbrüder nicht befriedigt. Er ging auf der grausenhaften Bahn, die er erwählt, immer weiter, oder vielmehr der Fluch *) Da« in neuester Zeit so bekannt gewordene Bryrut.