Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 10 (10.1841)
- Date
- 1841-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Schreiben au« Jerusalem. »I» schickten wir eine Deputation an Mehemed Ali, den Vicekönig von Aegypten, nach Alexandria ab, die Zurückgabe degedachten BesihthumS unserer deutschen Vorfahren zu erwirken. ES wurde unser« Gesuche, für welchesich die dortigen zwei Generalconsuln von Oesterreich und Rußland sehr menschenfreundlich verwendeten, gottlob vollkommen willfahrt. Mehemed nahm unsere Deputation sehr gnädig auf, und erklärte derselben, daß er ihrem Gesuche mit dör Bedingung willfahre, daß sie auf genanntem Platze unter anderm eine große, prachtvolle Synagoge erbauen, damit das Andenken an seine Güte durch diesen Bau in Jerusalem gleichsam begründet werde und fortbestche. Sogleich erging der gemessene Befehl an die hiesige Behörde, gedachten Hof unverzüglich zu unserer beliebigen Verfügung zu stellen, die darauf haftenden Schulden als gänzlich erloschen zu betrachten und unS die dießfallsigen Schuldscheine, im Jahre 1706 ausgestellt, auszuhändigen. Run begann die Arbeit am benannten Platze mit Wegräumung deS Schuttes, nnd eS wurden sämmtliche ehemalige Gebäude vorgefunden, die Synagoge, das Bad, und einige dreistöckige Wohnhäuser (noch in sehr gutem Zustand erhakten), ferner verschiedene Urkunden aus dem sechszehnten Jahrhundert. Cs wurde nun eine große, prachtvolle Synagoge darin erbaut». »Die jetzige bürgerliche Verfassung der Juden in Palästina läßt nichts zu wünschen übrig. *) Der Jude ist *) Der Verfasser schreibt im Zuli 1841» also ein halbe« Jahr nach der Räumung Svrien« durch Ibrahim. So wenig der berührte Hattischerif von Gülhane, welcher versrricht, daß alle Unterthanen der Pforte auf dem Fuß rilliger Recht«, gleichheit sollen behandelt werden, Irgendwo in Wirklichkeit getreten ist. so haben doch die Verwendungen der großen Mächte in Konstantinopel so viel «»«gerichtet, daß den Ehriften und