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Das Morgenland · 1841-10-01 · 10 (10.1841) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
4 (1841)
Issue
10 (10.1841)
Date
1841-10-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Herodr« der Große. SO» aber er sann heimlich auf Rache. Rach einem -aubhüttenfeste, wo der jugendliche Hohepriester von dem Volke mit schwärmerischer Freude begrüßt worden war, lud ihn Herodes nach Jericho zu einer Festmahlzeit. Rach Tische, alder Tag kühler wurde, erging man sich in den Gartenanlagen und eS wurde in den Teichen gebadet. Auf Herodes Veranstaltung stellten sich einige Hofleute als ob sie mit An'stobul scherzten; sie drückten ihn unter das Wasser, hielten ihn aber unter demselben fest, bis er ertrunken war. Sofort wurde ein großes Wehklagen erhoben, daß durch einen unglücklichen Zufall An'stobul beim Baden umgekommen sei. Herodes, je mehr sein Gewissen und die öffentliche Meinung ihn anklagte, suchte desto mehr den Schein der Unschuld zu gewinnen durch übertriebene zur Schau gelegte Trauer und die prächtigsten Leichenfeierlichkeiten. Alexandra sann nun ihrerseits wieder auf Rache. Der Anfang des Wür, gens war gemacht, die Saat des Verbrechens war gesät, und die Frücht reifte langsam, schrecklich und unaufhaltsam. Alexandra wendete sich wieder an Cleopatra, und Herodes wurde nun von Antonius^vegen des Todes des An'stobul zur Rede gestellt. Herodes reiste selber ab, in der Zuversicht, durch seine Persönlichkeit und durch rei« che Geschenke Antonius bald wieder zu gewinnen. Während seiner Abwesenheit aber gab er der Alexandra und der Mariamne strengen Gewahrsam, und hinterließ einem Oheim, den er hatte, mit Ramen Joseph, n'nst, weilen die Zügel der Regierung und den gemessenen Befehl, sollte ihm auf der Reise oder bei AntoniuS ein Unfall zustoßen, so müsse er, Joseph, bei erhaltener zuverlässiger Nachricht von seinem Tode ohne anders Mariamne ermorden. Diese Maaßregel ging bei Herodes

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