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Das Morgenland · 1841-10-01 · 10 (10.1841) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
4 (1841)
Issue
10 (10.1841)
Date
1841-10-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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SOS i)«roM btt Große. finden, daß ihre- Hauses alte Würde auf ihren Tochter, mann Herodes übergehen solle, und sie meinte ihr Sohn Aristobul, den das Volk so sehr liebte, müsse nicht ganz hintangesetzt werden. Zu diesem Zwecke ließ sie sich in Umtriebe ein. Bei Eleopatra, der buhlerischen Königin von Aegypten, die über Antonius alles vermochte, verwendete sie sich zu Gunsten ihres Sohnes, und es gelang ihr in der That, die Aufmerksamkeit des Antonius auf Aristobul hinjuleiten. Den Antrag, letzter» nach Rom zu schicken zu besserer Ausbildung, lehnte Herodes unter dem Vorwände ab, daß er Aristobul unter seinen Augen behalten müsse zu Verhütung aller Intrigen, die an seine Person könnten geknüpft werden. Um indeß das Volk und die nähern Freunde Aristobuls zu begütigen und sicher zu machen, erklärte er, daß sobald der Jüngling herangereift sei, so werde er ihm die Hohepriester« liche Würde übertragen, welche ihm in der That vor jenem aus Babylonien hergerufenen Hananeel, gebührte. Mit diesem Erfolge gab sich aber Alexandra nicht zufrieden; sie fühlte, daß ihrem Sohne nicht nur die hohepriesterliche, sondern auch die königliche Würde zukomme, und auch dieses hoffte sie durch Eleopatra bei Antonius ins Werk zu setzen. Herodes merkte aber, daß zwischen diesen fürstlichen Frauen ein für ihn gefährlicher Verkehr bestehe, und ließ Alexandra und ihren Sohn genau bewachen. Run faßte diese kühne Mutter den Entschluß, mit Aristobul heimlich nach Aegypten zu Eleopatra zu entfliehen, aber dem Herodes war alles verrathrn. Absichtlich ließ er den Plan zur Ausführung kommen. Als aber Alexandra und Aristobul in Kisten versteckt, nach dem nächsten Seehafen, um sich einzuschiffen, transportirt wurden, fing sie Herodes auf dem Wege weg. Um Eleopatra willen mußte er alles verzeihen und schweigen,

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