Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 9 (9.1841)
- Date
- 1841-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Cd* Buch Henoch. Mt er nicht mehr gesehen wurde. *1 Damit aber Niemand glaube, eS seien diese Worte nur eine Umschreibung des gewöhnlichen Todes und sie sollen am Ende nicht mehr sagen, als Henoch sei gestorben wie ein Anderer, wird beigesügt, "denn Gott nahm ihn hinweg". Hierdurch wird bestimmt genug gesagt, daß er nicht gestorben sei und die entseelte Hülle auf der Erde zurückgelassen habe, denn diese Redensart wird nur noch 2 Kön. 2, 3. u. ff. gebraucht, wo aufs unzweideutigste von dem Ende des Elia die Rede ist, und daß er, ohne Zurücklassung ei, nes sterblichen Ueberrestes, von Gott empor genommen worden. Weiter gibt uns die heilige Schrift alten Testaments keine Nachricht von Henoch. Erst in den Büchern des neuen geschieht seiner wieder Erwähnung, und zwar an zwei Stellen. Im Briefe an die Hebräer wird unter den Glaubenshelden der alten Zeit Henoch mit aufge« zählt, aber ohne daß über ihn irgend etwas andere- oder näheremitgetheilt würde, als was wir aus dem Berichte Mose's bereits wissen. **) Die Hauptstelle im neuen Testament in Betreff He« nochS ist der 14te und lüte Vers deS Briefes Juda, wo der Apostel eine Weissagung dieses Altvaters an« führt, des allgemeinen Inhalts, der HErr werde er« scheinen zum Gericht über die Gottlosen und ihre bösen *) Di« hiefür im Grundtext gebrauchten Worte würden genauer so lauten: Er war nicht mehr vorhanden. Mit dem gleichen ' Ausdrucke wird l Mose 37, 29. u. 30. das Nichtvorhandensein Josephs bejeichnet, als ihn Ruhen in der Grube suchte. —) Die Worte lauten (Hebr. n, &.): durch den Glauben ward Henoch weggenommen, daß er den Tod nicht sähe, und ward nicht mehr gefunden, darum weil ihn Gott wegnahm, denn vor seiner Wegnahme hat er Zeugniß überkommen, daß er Gott gefallen habe.