Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 8 (8.1841)
- Date
- 1841-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Euphrat. 261 hatte aber bei dem günstigsten Wafferstande statt gefun« den und auch so der Schwien'gkeiten und Mißlichkeiten genug dargeboten, es war daher die Frage, ob jetzt — im April, — bei angeschwollevem Flusse, die Fahrt auf demselben vielleicht nicht geradezu unmöglich sei. Hr. v. M. wagte den lebensgefährlichen Versuch, nicht auf der ganzen, vorhin befahrenn» Stromstrecke, sondern nur aus der Gegend von Malatt'a weg, aber gerade durch die schwierigsten Stellen hindurchzufahren. Es war Anfangs Apn'l 1839. Er erzählt: Der Euphrat ist eben jetzt, wo wir ihn brauchen, um IS Fuß gestiegen und Hafis Pascha war sehr in Sorge, ob es möglich sein werde, unter diesen Umständen ihn zu befahren, und wen er mit dem et, was mißlichen Versuche beauftragen solle. Die erfahren« sten der Kelektschi oder Ruderer erklärten es für ganz unmöglich die Stromschnellen hinabzukommen, da schon bei günstigem Wasserstande von drei Versuchen zwei ver, unglückt wären. Beim Abendessen schlug der Pascha mir das Unternehmen vor. Ich ritt daher noch denselben Abend nach Ecebeh am Euphrat, wo mein Kelek oder Floß bei Fackel, schein schnell gebaut und bald nach Mitternacht fiott ge« macht wurde. Gegen Sonnenaufgang kam ich nach Ky» myrhan, wo die schwierigeit Stellen anfangen. Das war nun freilich arg; was früher Stromschnelle gewesen, das war jetzt Wasserfall, und vor der Jelan, Degermeni ("Schlangenmühle") mußte ich mein Fahrzeug in seine ur« sprünglichen Bestandtheile zerlegen, Stangen, Schläuche und Gepäck über Land tragen und unterhalb des Wasserstur« zes wieder zusammensetzen lassen, worüber drei Stunden vergingen. Es regnete viel, was mir jedoch gleichgültig schien, da wir ohnehin schon von den Welle» ganz ein« geweicht waren, die an manchen Orten uns ganz über«