Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 8 (8.1841)
- Date
- 1841-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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SftO Oer Euphrat. nahe unterhalb dieses Dorfes, wird der oben schon 200 bis 300 Schritte breite Strom durch einen Erdsturz auf 35 Schritte verengt. Diese Stelle heißt Geiklasch (der Hirschsprung). Endlich passirten wir noch eine sehr mißliche Stelle unter einer Kreidefelswand, dicht oberhalb des alten Bergschlosses Gerger, und von nun an ändert sich der ganze Charakter des Strombettes. Mit sehr verminderter Geschwindigkeit fließt der Euphrat jetzt zwischen hohen senkrechten Wänden, aber die Gebirge treten auf beiden Seiten zurück; das röthliche Gestein, welches senkrecht zum Fluß abstürzt, erhebt sich zu 300 bis 400 Fuß Höhe; es zeigt die grotesken Formen der Sandsteinbildung und viele Höhlen. Einige derselben enthalten die Trümmer uralter Klöster, welche nur auf einem schmalen, schwindelnden Pfad längs der Felsmaucr zu erreichen sind, und seltsame Wartthürme kleben an den Vorsprüngen. Von dem merkwürdigen alten Schlosse Ehoris an beschreibt der Fluß zwei große Windungen; er tritt nun aus dem Fels in ein offenes Hügelland, bis er bald unterhalb Samosata in die Steinwüste tritt. Bei letztgenannter Stadt endete ich meine Wasserfahrt. Acht Monate waren verflossen seit dieser Probefahrt, und die Bewegung, welche HafiS Pascha mit seinem Heere machte, um die Stellung JbrahimS im TauruS zu umgehen, ließ es sehr wünschen, für den Transport deS Armeematerials sich der Wasserstraße deS Euphrats bedienen zu können. Jener erste Versuch des Hr. v. M. am Euphrat seine Heilkräfte nicht mehr nutzlot in die kalte Woge de« Flusse« verströmt, und jene grauflg schönen Gegenden besucht «erden, wie die Thermen und Gletscher der Dchweit? i