Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 8 (8.1841)
- Date
- 1841-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Euphrat. )49 und jenseits eine gewaltige, schäumende und wirbelnde Strömung. Die weniger schlimmen Stellen, welche wir bereits passirt, hatten mir schon einen ungefähren Maaßstab von dem gegeben, was ein Kelek oder Floß, wie unseres, zu leisten vermöge. Ich ließ in Gottes Namen vom Ufer abstoßen. Alsbald erfaßte uns der allgemeine Wasser« zug, und ehe wir uns noch recht besinnen konnten, waren wir schon glücklich durch, obwohl zwar vom Kopf bizu den Füßen durchnäßt, denn von allen Seiten schlugen die Wasserwellen über uns zusammen; bei einer Hitze aber von vielleicht 4V Grad war das nur eine angenehme Erfrischung. Der Niveau-Unterschied deS Flußspiegels, dicht oberhalb und unterhalb der Stromschnelle auf eine Entfernung von 200 Schritten, konnte ungefähr IS Fuß betragen. Solcher Stromschnellen, wie die eben beschriebene, die mehrsten aber von geringerer Bedeutung, liegen nun, über dreihundert an der Zahl, eine hinter der andern, und bilden auf einer Strecke von etwa zwanzig Meilen die »Wasserfälle des EuphratS". Kaum ist man durch eine hindurch, so hört man schon die nächste brausen. Das Floß dreht sich beständig herum, und gibt Gelegenheit, ohne daß man seine bequeme Lage auf demselben zu ändern braucht, die wildromantische Gebirgsgegend von allen Seiten zu betrachten. Hoch oben kleben einzelne Kurdendörfer unter schattigen Nußbäumen, und Wasserfälle schäumen die steilen Berghänge hinab. Die schlimmsten Stellen sind bei dem Städtchen Schiro, und dann drei Fälle, einer unmittelbar hinter dem andern, dicht oberhalb Telek, wo heiße Schwefelquellen dampfend auS dem Gestein dringen. *) In der zackigen Felsspalte, *) Wie lange-mag e« wohl noch anstehen, bi« diese« »Pfäffer-»