Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 8 (8.1841)
- Date
- 1841-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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144 Der Euphrat. noch nicht gutwillig beuge unter das Joch der Dampf, schifffahrt. Denn die auch auf dem untern kaufe des Stromes noch häufig vorkommenden Stromschnellen hat« tcn ihnen große Schwierigkeiten gemacht, und einigemale reichte die Kraft der Maschinen nicht hin, um die Schiffe durch die Strudel aufwärts zu bringen. Man mußte die Schiffe in- Seil nehmen und vom Lande aumit großer Anstrengung sie über die schwierigen Stellen weg« ziehe». Die Reisenden urtheilten daher, daß, um eine regelmäßige Schifffahrt auf diesem Flusse zu Stande zu bringen, noch bedeutende EorrectionSarbciten nöthig fein werden. Vermuthlich wird aber auch dieser Versuch, der doch wenigstens viel besser gelungen ist alS der erste, weit entfernt der letzte zu fein, seinerseits ebenfalls wie, der dazu dienen müssen, daß man nach und nach immer besser lernt, auch auf dem Euphrat die künstliche und ra» sche Verbindung-weise herzustellen, durch welche in un« serer Zeit der Verkehr seine Bande um Gegenden schlingt, die noch vor kurzem zehnmal weiter auseinander lagen. Wir dürfen dieses erwarten, weil es für England von der höchsten commerciellen und politischen Wichtigkeit ist, zwischen Ostindien und dem Mittelmeere durch die Beschiss, nng de- Euphrat eine fahrbare Straße zu erhalten, die an ihrem obern Ende Syn'en berührt, das von dem Mittelmcere bespült wird, und an ihrem untern Aus, gange im persischen Meerbusen dem indischen Schiff-ver« kehr die Hand reicht. Während so für den untern kauf des Enphrat, nach, dem dieser ^Strom sich aus den Bergen herau-gearbeitet, die Hoffnung sich zeigt, daß er in einer nicht ferüen Zukunft^ü^Verbindungsglicd zwischen dem tiefsten Asien und unsern Gegenden werden wird, muß es dagegen noch lange anstehen, ehe der obere kauf dieses Flusses