Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 8 (8.1841)
- Date
- 1841-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
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Der Euphrat. >41 Türken sprachen mit Erstaunen von dem Gjaur (Christen) und seinem Atesch-Käik oder Feuerschiff«. — Nachdem allein Stand gesetzt war, begann die Fahrt stromabwärts nach Bassora. Dieser erste Versuch fiel aber keineswegs günstig aus. Eines der Dampfschiffe ging auf der Fahrt unter. Die fürchterlichen Wirbelwinde der Wüste äußerten in der unabsehlichen Fläche eine Gewalt, welcher daleichte Schiff nicht zu widerstehen vermochte. Indessen war es englischerseits nicht gemeint, daß ein wenig gelungener Versuch die Unmöglichkeit der Sache beweise; er bewies den Engländern nur die Schwierigkeit und trieb sie an, darauf zu sinnen, wie ein nächstes Mal die Hindernisse könnten überwunden werden, sowohl die, welche die Beschaffenheit des Landes, als auch die, welche die anwohnenden Völkerschaften der Wüste in den Weg legten. Kaum hatte daher mit Ende des verfiossenen Jahres Ibrahim Pascha Syrien geräumt und konnten die Engländer, als Freunde und Befreier, jene Gegenden sicherer und ungehinderter durchziehen, als auch au die Wiederaufnahme des einstweilen verschobenen Planes Hand gelegt wurde. Zu Anfang März dieses Jahres machten sich zwei englische Dampfboote, die die bedeutsamen Namen Nitocris *) und Nimrod tragen, auf den Weg und zwar diesesmal nicht, wie unter Chesney, stromabwärts, sondern Lieutenant Campbell, der diese neue Unternehmung leitete, sollte nun versuchen, den Euphrat aufwärts vorzudringen. Nach dreimonatlichen Anstrengungen stiegen die Reisenden etliche Stunden unterhalb Bir anS Land, nachdem sie sich überzeugt hatten, daß der alte Phrath den Nacken *1 Nitvrri« war eine berühmte Königin ter Babylonier» und Mutter de« letzten König« Belsa»ar. Nach Einigen soll sie die Gemahlin Nebukadneiar« gewesen sein.