Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 7 (7.1841)
- Date
- 1841-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Stand der Dinge im Mvrgenlante. 117 der evangelischen Kirche im Orient und namentlich in Jerusalem zu übernehmen. Bis jetzt genossen alle andern christlichen Kirchengemeinschaften durch das Mittel ihrer betteffenden Staatsregierungen den nöthigen Schutz für freie Ausübung des Gottesdienstes nnd Erhaltung der heiligen Stätten, nur die evangelische Kirche war bisher ohne Vertteter im Morgenlande. Auch diesesoll nun anders werden. Von Syrien gehen wir hinüber nach Afrika und zwar zunächst nach Skegypten, wo Mehemed Ali, nach überstandener Gefahr des Juli« Brrttags, das Haupt wieder so hoch trägt als je. Da« mit verhält cs sich also: Wir haben in den vorherge» henden Heften (S. 155) erzählt, wie die vier Vertrags- Mächte auf dem strengen Buchstaben ihrer Uebereinkunft vom 15. Juli 1840 nicht haben bestehen wollen, sondern der Pforte selber angerathen haben, die Forderungen so herabzustimmen, daß Mehemed Ali eher Hand biete zur Versöhnung oder zu der sogenannten Unterwerfung. Selbst aus die Anfrage, was die Mächte thun wollen, wenn der stolze und tückische Aegypter neue Ausflüchte suche? erhielt die Pforte keine befriedigende Antwort, und so gelangte denn Anfangs Juni rin Hattischerif nach Aegypten, mit welchem Mehemed Ali alle Ursache hat, zufrieden zu sein. ES wird ihm die freie Erbfolge für seine männlichen Nachkommen zugesichrrt, und die Ernennung der Offlciere in der Armee überlassen. Auch in Betreff deS zu zahlenden jährlichen Tn'buts wird Hoffnung ge« macht, daß man werde noch einigeherunterlassen. Hierauf hat Mehemed Ali nicht ermangelt, alle Kennzeichen der Freude, Dankbarkeit und Unterwürfigkeit mit Lerrmonirn und Worten an den Tag zu legen. Auch