Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 7 (7.1841)
- Date
- 1841-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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- Tunis 1× ep/1048155
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j|g Stand der Dinge >m Morgenland«. Kat cr seinen Sohn Said-Bey und seinen Vertrauten Sami-Bey nach Konstantinopel geschickt, beladen mit Geldgeschenken und geheimen Aufträgen. Zugleich betreibt er die Rüstung und Vervollständigung seines Heeres und die Befestigung der Zugänge von Aegypten auS allen Kräften. Ueber die Beweggründe, die ihn hiebei leiten, wollen wir eine Muthmaßung äußern, wenn wir weiter unten auf Konstantinopel und den Sultan zu sprechen kommen. An der Nordküste von Afrika wären außer Aegypten eigentlich noch mehrere Besitzungen der Pforte, nämlich Tripolis, Tunis und Algier, aber diese sind sammtlich für die Türken so gut als verloren. Die bedeutendste dieser Besitzungen, die Regentschaft Algier, haben die Franzosen, ohne dem Sultan ein gutes Wort darum zu geben, seit 1830 für sich genommen, und in Tunis hindern sie fortwährend die Pforte, ihre Oberherrschaft geltend zu machen, weil dieses an der Gränze von Algerien liegt. — Auf afrikanischem Boden ist also, die Autorität des Sultans so gut als abgethan. Nähern wir uns von Afrika auS dem europäischen Festlande, so begegnet uns im Mittelmecre der Aufstand der Insel Kreta. Ueber denselben läßt sich noch nicht viel sagen. Tahir Pascha zieht aus Konstantinopel immerfort Verstärkungen an sich und behauptet die Herrschaft in den Städten und in der Ebene. Mit den Insurgenten hat er mehrere Gefechte gehabt, welche jedeSmal damit endigten, baß er mehrere Dörfer einnahm, gegen deren Bewohner dann die gewöhnlichen türkischen Gräuel verübt wurden. Die Insurgenten zogen sich immer weiter in die Berge zurück.