Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 7 (7.1841)
- Date
- 1841-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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- Aleppo 1× ep/1047811
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*1« Stand der Dinge >m Morgenland«. Es kann uns also nicht wundern, daß wir auS Syrien vernehmen, eS herrsche dort nichts als Unordnung und Anarchie. Von Damask bis Aleppo Hansen die Be« duinen der Wüste, die sich, wie die Adler wo das AaS ist, eingefunden haben, das herrenlose, ungeschützte Land zu plündern. Zwar rückte ihnen ein Pascha entgegen, mußte aber, ehe er den Feind gesehen, wieder umkehren, weil seine Kriegslcutc meuterisch wurden. Die Stadt Antiochien ist von den Turkomanen umlagert. Der Libanon steht unter den Waffen, und richtet an die Pforte ehrerbietige Vorstellungen um Ermäßigung der aiifgeleg« ten Zölle und der geforderten Steuern. Inzwischen ist freilich die christliche Diplomatie nicht müßig gewesen und es ist ihr gelungen, .die Pforte zu einigen Versprechungen zu vermögen, die wir hier anführen wollen, ohne daß es uns einfällt, auf türkische Versprechungen unter den gegenwärtigen Umständen ein sonderliches Gewicht zu legen. Es sollen nämlich die Drusen und Maroniten unter dem Pascha von Damask weggenommen und unter einen christlichen Emir oder Fürsten deS Libanon gestellt werden. Dieser Fürst soll, wie die zinspflichtigen Hospodaren der Moldau und Wallachei, unmittelbar nur unter den türkischen Ministern stehen. Die übrigen syrischen Christen in der Ebene und in den Städten sollen in allem, was Sicherheit der Person, des Eigenthums, des Rechts, der Religion betrifft, auf gleichen Fuß mit den Muhammedanern gestellt sein. — Nach Jerusalem soll Tayar-Pascha, wie eS heißt, ein versöhnlicher und in Europa gebildeter Mann, mit ausgedehnten Vollmachten zum Schutze christlicher Interessen gesendet werden. Zugleich geschehen, dem Vernehmen nach, von Seite der preußischen Regierung die nöthigen Schritte, um mit der englischen gemeinsam die Beschützung