Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 7 (7.1841)
- Date
- 1841-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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vir Kurven. 213 Märschen der Türken gegen diese ihre bedrohte Ostgränze, und allem Anschein nach sind die kurdischen Berge mit ihren alten, freiheitsliebenden Bewohnern, wenigstens einstweilen, unangefochten und genießen die angestammte Freiheit. Man hat aus dem Obigen gesehen, welche Schwierigkeiten eS hat, eine Armee in jenen Gegenden zu verpflegen und zu bewegen, und mit welchen Opfern an Geld und Menschen rin am Ende doch wenig genügendes Resultat dort errungen wird. Es mag daher für die Pforte, welche gegenwärtig von allen Seiten mit Aufständen bedroht und in ihrem Innersten durch die Kränklichkeit deS Sultans gefährdet ist, wirklich das Gerathenste sein, daß sie unterläßt, ein vollständig gerüstetes Heer nach der fernsten Ostgränze an die Quellen des Tigris zu entsenden, und lieber einstweilen abwartet, wie sich die näher liegende Angelegenheit lösen oder verwickeln werde. Stand der Dinge im Morgenlande. Wenn wir auf die Begebenheiten und Nachrichten der letzten zwei Monate zurückblicken, so sind wir in Verlegenheit, wie wir es anfangen sollen, daß daS dunkle und konfuse Gewirre der orientalischen Angelegenheiten sich vor dem Auge des Lesers zu einem geordneten, übersichtlichen Gemälde entfalte. Wir versuchen es, indem wir, von Konstantinopel ausgehend, eine Rundreise durch deS ehemalige, man kann kaum sagen: bisherige — türkische Reich anstelle». Wir verlassen Konstantinopel und finden, indem wir unS nach Osten wenden, sogleich in Kleinaflen das Stammland der Osmanen. Diese ihre alte Hei-