Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 6 (6.1841)
- Date
- 1841-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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- Aleppo 1× ep/1047811
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vi« »rjbn. 187 bittersalzig. Roch einige Wochen später — (damals war eS Mitte April,) — und diese grüne Ebene, welche jetzt ein reichlicher Thau nährt, ist nichts alS eine von der Sonne versengte Einöde; daS üppige GraS, welches uns jetzt bis an die Steigbügel reicht,'ist dann verdorrt und jedes Wasser versiegt. Unsere Caravaue besteht aus 600 Kameelen und 400 Maulthieren. Die großen Säcke, welche die erstem tra« gm enthalten meist Palamut-EichelN, welche zum Färben nach Aleppo gebracht werden, und Baumwolle; der kostbarere Theil der Ladung, die Stoffe "aus Bagdad, die Shawls aus Persien, die Perlm aus Baffora und die guten Silbermünzen, welche zu Konstantinoprl in schlechte Piaster umgeprägt werden, nehmen den geringstm Theil der Lastthicre in Anspruch. Die Kameele gehn in einer Schnur zehn bis zwanzig in einer Reihe hinter, einander; voraus ritt auf einem kleinen Esel der Besitzer, dessen Beine trotz der kurzen Bügel fast an die Erde stoßen; er bearbeitet das arme Thier unaufhörlich mit den scharfen Steigbügeln, welche als Spom dimen, und raucht dabei gemächlich die Pfeife; seine Diener sind zn Fuß. Ohne die Anführung des Esels gehen die Kameele nicht von der Stelle; mit langen bedächtigen Schritten ziehen sie hin und langen sich mit ihren dünnen, beweglichen Hälsen die Disteln und das Dornen« gestrüpp am Wege. Die Maulthiere schreiten lebhaft umher, sie find mit Glocken und schönen Halftem heraus« geputzt, welche mit bunten Schnecken besetzt sind. Sobald die Caravan« das Nachtquartier erreicht, sprengt der Kjcrwan-Baschi voraus und bezeichnet die Stelle des Lagers. 3« nachdem sie ankomme«, werden die Lastthierc abgcladen und die großen Säcke zu einer Art Burg oder Schanze in ein Viereck gestellt, innerhalb