Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 6 (6.1841)
- Date
- 1841-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Prophet Hosra. 171 wem ist der Arm des HErrn offenbar»? — so schließt Hosea seine leisen Winke über den menschwerdenden Messias mit dem Seufzer (B. 10.): Wer ist weise, der dieß verstehe, und klug, der dieß merke? An die weh, müchige Klage reiht er aber, den unbesieglichen Unglau, ben seiner Zeitgenosseii im Auge, das starke und ernste, richtende und durchschnridende, letzte Wort: Die Wege des HErrn sind richtig, und die Gerechten wandeln darin; aber die Uebertreter fallen darin. Wenn auch noch so Vielen der Rath Gottes verborgen bleibt, und mannigfache-, großes Unheil nicht verhütet wird, so liegt die Ursache nicht in Gott, und auch nicht .in der mangelhaften Thätigkeit seiner Knechte, sondern dann, daß eS Jedem anheim gegeben ist, ob er der Gemeine der Gerechten wünscht beizutreten, oder ob er mit den Uebertretern sein Theil erwählt, so Viele aber die Finsterniß mehr lieben als das Licht. Die Kurden. Wir haben in dem letzten Hefte von der altberühm, ten Insel Kreta gesprochen, und erzählt, daß in neue, ster Zeit die dortige christliche Bevölkerung sich aufgelehnt habe wider die Herrschaft der Muhammedaner. Auch jetzt haben wir von einem Aufstande zu berichten, der in dem verfallenden türkischen Reiche diesesmal an seiner äußersten Gränze nach Osten ausgebrochen ist. Die Gegenden, von denen wir reden, gehören zu den unbekanntesten, und zum Theil sind sie von europäischen Reisenden so wenig besucht als das Innere von Afrika. Ehe wir daher über die heutigen politischen Bewegungen, die dort stattfinden und die Herrschaft der Pforte an ei-