Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 6 (6.1841)
- Date
- 1841-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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- Isaiah 1× ep/1005097
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ITO Der Prophet Hvsea. die er segnet, auf gleiche Stufe. Sind die Bilder ihres Glückeaus der äußern Natur und der Pflanzenwelt genommen, so kleidet Er seinen mächtigen, segnenden Schutz in ein ähnliches Bild: Ich will sein wie eine grünende Eypresse*)— und sagt zugleich damit, daß Er selber in seine Gemeine, ihr ähnlich, eintreten will. Der Beisatz: von mir soll deine Frucht kommen — gibt die Belehrung, daß alles da- Heil und die Herrlichkeit jener Zeit eine Frucht sein wird Seiner Gnade, die sich herabläßt zu seiner Gemeine, und zwar so her« abläßt, daß Er selbst denen sich gleichstellt die Er segnen will, und, ihnen ähnlich geworden, mit ihnen auf eine Linie tritt. Diese von dem Propheten nur dunkel vorgebrachten Andeutungen haben ihr Licht erst dadurch erhalten, daß --das Wort Fleisch ward und wohnete unter uns--, und werden in ihre volle Verklärung treten, wenn in Erfüllung gegangen ist, was Johannes, der Seher, weissagt: --Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen; er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein--. Off. Joh. 21, 3. Der zehnte Vers enthält ein wehmüthiges Schlußwort des Propheten, dem nicht unbekannt ist, wie Wenige einer tiefern Gotteserkenntniß fähig seien, und wie sehr seinem Zeugnisse die Gefahr drohe, statt »eines Geruches des Lebens zum Leben» Vielen »ein Geruch des Todes zum Tode» zu werden. Wie Jesaja im 53ten Gap. seine große Weissagung von dem leidenden Messias mit der Klage beginnt: »Wer glaubet unserer Predigt, und *) Dieser Baum, der gewöhnlich neben der Erder genannt wirk, ist hier als Bild gewählt, weil er unter den Bäumen oben an stand, wegen feine« majestätischen Wüchse« und dem hohen Werth» seine« trefflichen, unverw»«>ichen Höstes.