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Das Morgenland · 1841-06-01 · 6 (6.1841) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
4 (1841)
Issue
6 (6.1841)
Date
1841-06-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Der Prophet Hosea. I«» gewebe bilden, daS den alten und neuen Bund zu einem lebendigen Ganzen verknüpft, und sie unS in dieser Einheit die Rathschlüsse Gottes auch für die noch nicht eingetretene Zukunft offen legen. Nur am Schluffe seines Buches (Cap. 14.) erweitert sich der Blick Hosea's noch einmal und erstreckt sich pro» phetisch auf die ferne Zeit des Heils, wo keine Rede mehr ist von der eitel« Hülfe einer Weltmacht, wie Affur und Aegypten (V. 4.), wo der Götzendienst ein Ende hat (V. 9.), und wo nach herzlicher Bekehrung (B. 2. 3.) Israel seines Gottes'in Liebe ftoh wird (D. 5.). Die selige Zeit, die dann anbricht, schildert Hosea nur in sehr allgemeinen Umrissen. Man sieht, er, der letzte Mann Gottes, der vor dem bald einstürzenden ephraimitischen Reiche sein Zeugniß ablegt, — er hat viel zu strafen, aber wenig zu ttösten; viel von dem vorhandenen und nächst bevorstehenden Uebel zu sagen, aber diesem Reiche der zehn Stämme darf er das schöne Gemälde der künftigen Beseligung Israels nicht lange und nicht ausführlich Vorhalten. Aber man sieht auch, ein Prophet Gottes des Erbarmers konnte nicht das Schwere aussprechen, ohne auch anzudeuten, daß dasselbe als Läuterung einen Heilszweck habe, also vorübergehend und vergänglich sei, um der unvergänglichen Herrlichkeit Raum zu lassen, die in Gottes Endabsicht mit seinem Volke liegt. Hosea entlehnt die Bilder, unter denen er den künftt'gen Segenszustand Israels malt, auS der schönen Natur Palästina's, und schildert die aufblühende messianische Gemeine als einen Garten Gottes, duftend wie der Libanon, grünend wie ein Oelwald, fruchtbar wie daS Weizenfeld, preiswürdig wie der Wein des Libanon (V. 6—8.). Der HErr aber, in dessen Namen der Prophet spricht, stellt sich (V. 9.) mit seiner Gemeine,

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