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Das Morgenland · 1841-05-01 · 5 (5.1841) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
4 (1841)
Issue
5 (5.1841)
Date
1841-05-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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144 Oer Prophet Hosea, das zu rincr ungenannten, unsittlichen Person näher zu betrachten. Nach dem Tode der Gomer wie es scheint, erhält der Prophet den Auftrag, noch einmal eine Verbindung einzugehen. Diese sollte aber ebenfalls einem symbolischen Zwecke dienen und darstellen, wie der HErr zu seinem Volke, obgleich es in verstockter Abkehr beharrt, doch in einer Verbindung mit demselben bleibt, und ihm einen gewissen äußern Schutz nicht versagt, während er jedoch sich genöthigt sicht, jeden Beweis seiner unmittelbaren Nähe demselben zu entziehen, und eS auf geraume Zeit ohne Hriligthum und Gottesdienst stehen zu lassen. Um diesen Gedanken vorbildlich oder typisch darzustellen, soll Hosca eine Uebereinkunft treffen mit einer Person von ungeregeltem Wandel.*) Er tritt aber mit derselben in keine nähere Gemeinschaft, sondern er verpflichtet die Person, alles Umgangs mit Männern, auch des seinigen, sich zu enthalten. Dagegen sagt er ihr zu, daß auch er in kein Verhältnis zu irgend einer andern Frau treten wolle. **) Um jeden Verdacht einer persönlichen oder unreinen Ab, sicht des Propheten in dieser Sache abzuwenden, wird (im ersten Verse) sogleich dem Befehle die Erläuterung beigefügt, daß diese Uebereinkunft des Propheten mit einer buhlerischen und ehebrecherischen Person darum müsse *1 Diese wirdLap. Z, i. ausdrücklich, und mit ganz andern Worten alt Eap. >, 2. die Gomer. alt eine unsittliche Person bezeichnet. Auch wird au« diesem Grunde ihr Name nicht genannt. wogegen di« Gomer, alt eine äußerlich ehrbare Person, mit ihrem eigenen und ihre« Pater« Namen angeführt wird. **) Hierau« ergibt sich, daß dieser Vorgang nach dem Tode der Frau de« Hosea, der Gomer. ftattfanb, weil bei deren Lebrn«- zeit «in solche« Versprechen von ihm nicht hätte gegeben werken können.

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