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Das Morgenland · 1841-05-01 · 5 (5.1841) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
4 (1841)
Issue
5 (5.1841)
Date
1841-05-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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Der Prophet &o|M. IS» ziehe»: »Auf diese Weise würde die Schranke hinweggenommen, welche zwischen Parabel (oder hier: zwischen Vision, innerer Anschauung) und wirklicher Begebenheit immer bleiben muß». Und wir müßten ebenfalls hinzufügen : hier aber würde dieß in solchem Grade geschehen, daß fortan jede sichere Entscheidung, ob etwas für Vision, oder ob eS für Geschichte zu halten sei, schwinden würde. Es würde jedoch uns viel zu weit führen, wenn wir hier die Meinungen der Gelehrten im Einzelnen erörtern und theilweise widerlegen wollten. Was wir in diesen Blättern thnn können und thun wollen, muß sich darauf beschränken, daß wir die Erklärung dieser drei Capitel, welche wir für die richtige halten, vortragen und mit wenigen Worten rechtfertigen. Wir bekennen uns zu der Ansicht, nach welcher die drei ersten Capitel des Hosea buchstäblich wahre Geschichte enthalten. Wir sehen uns hiezu genöthigt durch den Wortlaut des vor unS liegenden Tertes. Derselbe erzählt offenbar Geschichte. Wenn der Schriftsteller wirkliche Geschichte vortragen wollte, so mußte er schrei, ben, wie er geschrieben hat; wenn er aber ein Gleichniß oder eine symbolische Vision hat erzählen wollen, so mußte er dieses auf irgend eine Weise zu verstehen geben, und that er es nicht, so würden wir zugeben müssen, daß seine Erzählung der nöthigen Bestimmtheit ermangle. Soll aber letzteres nicht der Fall sein, so bleibt nur die Annahme, von der wir auch in der That ausgehen, daß nämlich der Schriftsteller uns die Sache in der Form wirklicher Geschichte erzähle, weil es wirkliche Geschichte ist. Dieses würden auch die Ausleger aller Zeiten cingeschcn und zugegeben haben, wenn sie nicht an der Er«

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