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Das Morgenland · 1841-05-01 · 5 (5.1841) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
4 (1841)
Issue
5 (5.1841)
Date
1841-05-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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isc Der Prophet Hoseu. Volke mögen gesprochen worden sein. Mehrere Ausleger denken, der Prophet habe erst gegen das Ende seines Lebens den Hauptinhalt seiner öffentlichen Vorträge kurz und wesentlich in der Form zusammengefaßt, in der sie jetzt in seinem Buche uns vorliegen. Man kann sie aber auch ansehen als Hauptgedanken, die gleichzeitig mit dem mündlichen Vortrage niedergeschn'eben wurden, und deren weitere Entwicklung und Anwendung dem freien Worte überlassen blieb. Der Prophet begnügte sich nachher, diese andeutenden Umrisse seiner Reden aufzubehalten, als den Kern des Gesprochenen, ohne sie noch einmal zu überarbeiten und auszuführcn. Das Bewußtsein, daß gerade in diesen und keinen andern Worten ihm in den Augenblicken der Begeisterung das Wort des HErrn gegeben worden, mag es ihm zur Pflicht gemacht haben, das Geistcswort unverändert und ohne Erweiterung, wie es gekommen und niedergeschrieben worden, der Nachwelt aufzubewahren. Der Inhalt deS Buches zerfällt in zwei Haupttheile. Der erste umfaßt die drei ersten Eapitel, und enthält die Erzählung von dem persönlichen Verhältnisse Hosea'S zu zwei Frauenspersonen. Die erste derselben war seine Ehefran, mit der er mehrere Kinder erzeugte; die zweite war eine Person von ungeordnetem Wandel, mit der er, ohne nähern Umgang, eine gegenseitige Verpflichtung einging. Diese beiden Verhältnisse sind aber symbolischer oder sinnbildlicher Art, und stellen dar, wie der HErr zu seinem abtrünnigen und untreuen Volke stehe. Darauf beziehen sich auch die sinnbildlich bedeutsamen Namen, welche die Kinder Hosea's erhielten. Die übrigen eilf Eapitel des Buches, nämlich Eap. 4 bis 14, enthalten ohne merkliche Unterbrechung eine fortlausendc Reihe von Reden, hauptsächlich ermahnen-

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