Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 4 (4.1841)
- Date
- 1841-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 31)
- Language
- German
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Stand der Dinge im Morgenlante. * | J7 daß sie jetzt in ihren eigenen Reichsangelegenheiten nur noch verfügen kann, was ihr von Seite der christlichen Mächte gestattet oder vorgeschrieben wird. Als diese Anfrage von der Pforte an die europäischen Gesandten in Konstantinopel gestellt wurde, hatten diese die obener» wähnte Meldung aus London noch nicht erhalten, und antworteten ausweichend. Die Nachrichten, welche der seitdem angekommene Courier zu überbringen hatte, werden nun ohne Zweifel der Sache in ihr Geleise geholfen haben. Wenn nun in der That, wie es den Anschein hat, die orientalischen Angelegenheiten sich auf friedlichem Wege lösen, und es zugleich gelingt, die Eintracht der europäischen Mächte ungettübt zu erhalten, so ist es zunächst Syrien, dessen endliche Regulirung die Sorge der christlichen Großmächte in weitern Anspruch nehmen wird. Diese Aufgabe ist aber sehr schwer. Denn um den Frieden unter sich zu erhalten, darf keine christliche Macht die Hand darnach ausstrecken. Wenn aber die Türken dort Herren sein sollen, so muß doch ihre Herrschaft sehr beschränkt werden durch den Schutz, den die Juden in Syrien und die Christen der griechischen, der römischen und der protestantischen Confesflon zu fordern haben. Denn die bisher unbeschützten, protestantischen Christen werden nach dem, was bereits im englischen Parlament ist angeregt und von dem Minister geäußert worden, für die Zukunft ebenfalls auf konfessionellen Schutz rechnen dürfen. Ueberhaupt aber werden alle Bewohner Syrieneine gerechte und gesetzliche Regierung verlangen, und die Bertragsmächte werden sie hierin unterstützen, weil es unpolitischen und com« merciellen Interesse der civilisirten Nationen liegt, daß Syrien nicht eine Beute der Anarchie und des Aussauge-