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Das Morgenland · 1841-04-01 · 4 (4.1841) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
4 (1841)
Issue
4 (4.1841)
Date
1841-04-01
Page
[Seite] (sequence 30)
Language
German
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Stand der Dinge im Morgenland». I»« gab zu gegenseitigen Verhandlungen Anlaß. Natürlich protestirte Frankreich am lautesten dawider, und um den Frieden zu bewahren, erklärten auch Preußen und Oester, reich, daß sie mit dem Inhalte dieses Fermans unmög« lich zufrieden sein können. Frankreich verlangte, daß wenigstens die beiden ersten Punkte ermäßigt werden und die Pforte darauf verzichte, den Nachfolger in der Statt, Halterschaft Aegyptens und die Officiere des Heeres sel, der ernennen zu wollen; es versprach sogar die französi, sche Regierung, daß sie ans der, seit dem Juli deS vo« rigen Jahres genommenen, gespannten Stellung heraus« treten und sich den andern Mächten wieder anschließen wolle, soferne ihr zugesagt werde, daß der Sultan zu Bewilligung dieser zwei Punkte werde angehalten wer, den. Nun vereinbarten sich die in London versammelten Gesandten der Großmächte dahin, dem Ansinnen Frank, reich- Raum zu geben und die nöthigen deßfallsigen Schritte bei der Pforte zu thun. Der Courier, der die hierauf bezüglichen Papiere nach Konstantinopel über, bringt, muß in den ersten Tagen dieses Monats dort eingetroffen sein. Indessen war dieser verhängnißvolle Ferman in Alerän« drien angelangt, und Mehemed Ali äußerte sich darüber mündlich auf die bitterste Weise, schriftlich aber sandte er an die hohe Pforte eine Reihe der unterthänigsten Gegenvorstel« lungen, welche im geziemendsten und ehrerbietigsten Tone darthnn sollen, daß die Bedingungen deS FermanS allzu drückend seien, weßhalb er der Hoffnung Raum gebe, es werde sein erhabener Gebieter, der Sultan, dieselben ihm ermäßigen. Als die Pforte dieses Schreiben erhielt, wußte sie nicht was sie antworten solle, oder vielmehr was sie antworten dürfe, denn dahin ist es gekommen mit der Türkenmacht, vor der einst die Welt zitterte,

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