Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 4 (4.1841)
- Date
- 1841-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 24)
- Language
- German
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120 Betrieb». / Der größte davon ist 44 Fuß tief, und hat 12'/, Fuß im Durchmesser. Der Boden ist 16 Fuß tief in den Fel« sen eingegrabe», der übrige Thcil mit festem Mauerwcrk aufgebaut. Der andere Brunnen ist beinahe eben so tief und hat nur ü Fuß im Durchmesser. Beide Brunnen sind mit steinernen Trinktrögeu für die Kameele und Heerde» umgeben, so wie sic ohne Zweifel vor Alters für die Heerde» gebraucht wurden, die damals auf den Hügeln ringSumher ihre Nahrung fanden. Von andern Brunnen konnten wir weder etwas sehen noch hören». »Als wir die niedrigen Hügel nördlich der Brunnen hinanstiege», fanden wir sic voller Trümmer ehemaliger Wohnungen, deren. Grundmauern noch sichtbar sind. Die Hauser scheinen nicht dicht nebeneinander gestanden, sondern über verschiedene kleine Hügel zerstreut gelegen zu haben, so wie auch in den Höhlungen dazwischen. Es war vermuthlich eine kleine, zerstreut liegende Stadt; EusebiuS und Hieronymus beschreiben den Ort als ei» großes Dorf mit einer militärischen Besatzung. Keine bestimmten Spuren von Kirchen und andern öffentlichen Gebäuden finden sich. Die Ruinen erstrecken sich unge» fahr über eine englische Meile ('/, Wegstunde) in der Länge, und eine Viertelmeilc in der Breite. — Hier also nen solchen Brunnen legt, und wie die Geschichte seine- Ursprungdurch Jahrhunderte in mündlicher Ueberlieferung erhalten wird, endlich. daß auch an diese zwei Brunnen der Lanbe-- bewohnrr heut« noch denselben Namen knüpft, welchen nach der Erzählung deersten Buche- Mose Abraham dem von ihm gegrabenen Brunnen gab, so dürfen wir wohl zu der Bermuthung unberechtigt halten, daß die von Abraham und Isaak gegrabenen Brunnen an derselben Stelle gelegen sind, wo Robinson und sein Begleiter ste wieder fanden. Spätere Hände mögen immer wieder nachgebeffrrt haben, aber die Stelle scheint dieselbe »u sein.