Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 4 (4.1841)
- Date
- 1841-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
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Beerseba. 11t ~ der neutrn Reisenden wieder gefunden worden. Der unerschrockene, deutsche Forscher Seetzen vernahm nur, daß der Name noch vorhanden sei und mehrere Brunnen sich an jener Stätte befinden sollen. Erst im Jahre 1838 erreichten zwei amerikanische Reisende, Professor Robinson und Missionar Smith die Stelle selbst. In dem von Robinson veröffentlichten Reiseberichte* *) lesen wir darüber folgendes: »Wir kamen in eine offene Gegend mit wellenförmigem Boden. Das Gesträuch verschwand fast ganz. Allein längs den kleinern Wasserbetten wuchs Gras, fast Rasen; rings nmher schwellende Hügel, gewöhnlich von Gras und reicher Weide bedeckt, die aber letzt trocken und verdorrt aussahen. Wir kamen nun nach Wady Seba, und hatten (den 12. April) die Freude die Lage des alten Beerseba zu entdecken, jener berühmten Granzstadt Palästina's, die noch jetzt den Namen Bir-Seba führt. Nicht weit von dem Wasserbette sind zwei runde Brunnen •*) mit trefflichem Wasser. gan»e Länge de« Reiche« Zuda so bezeichnet: »Dom Gebirge Ephraim» ober: »von Gibea bi« gen Beerseba». *1 Ewald. Zeitschrift für die Kund« de« Mvrgenlande«, »weiter Band. T. Z25 sf. **) Auch die heilige Geschichte weiß nur von »wei Brunnen. Der erste wurde gegraben von Abraham (l Mos. 2 t.) und bei dieser Gelegenheit erhielt der Ort den Namen, den er heut« noch trägt, und der so viel bedeutet al« Eidbrunnen. Den »weiten grub Zsaak t Mos. 2», 25. ohne ihm einen besonder» Namen »u geben. Wir wollen damit nicht sagen, al« ob diese beiten Brunnen in der Gestalt, wie unsere Reisenden diesetben angetrosfep haben, schon au« den Zeiten Abraham« und Isaak« stammten. Indeß man weiß, wie schwierig e< ist für die wandernden Hirtenvölker jener felsigen Wüstengegenden einen Brunnen »u graben und durch da« harte Gestein hinab bi« auf frische Wasseradern »u dringen, — wenn mau ferner beachtet, welchen hohen Werth man dort auf ei-