Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 4 (4.1841)
- Date
- 1841-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 22)
- Language
- German
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118 Emir Beschir. allgemeinen Bewegung des Libanon sich anschließen soll, weil er nicht voraus zu berechnen vermochte, auf welcher Seite der Sieg bleiben werde. Längere Zeit hindurch hielt er sich in möglichst strenger Neutralität. Während der ersten Tage des Octob. 1840, als die Schlachtloose blutig fielen, soll er den Engländern gegenüber sich zweideutig benommen haben, als aber das Gebirge für Ibrahim offenbar verloren war, hielt er sich auf englischen Schiffen für sicherer als in feiner Felsenburg inmitten empörter und siegreicher Böllerschaften, welche für die beobachtete Neutralität, die den Kampf verlängert und erschwert hatte, an Beschir vermuthlich blutige Rache würden genommen haben. Mit seiner ganzen Familie wurde Emir Beschir vorerst nach Malta trans« portirt. Er, so gut wie Mehemcd Ali sein Alters« und Schicksalsgenosse, hat noch keineswegs die Hoffnung aufgegeben, trotz der entstandenen Widerwärtigkeiten doch in der lange besessenen Würde sich noch ferner zu behaupten. Die Zukunft wird lehren, wie diese beiden greise» Häupter, Emir Beschir und Mehemed Ali, enden wer, den. Gebe Gott, daß für Syrien und Aegypten diese beiden die letzten Fürsten gewesen sind, bei denen Hinterlist für Staatöweisheit, Grausamkeit für Kraft, und ein blutsaugerisches Gewaltsystem die Stelle einer gerechten Landesverwaltnng vertreten sollte. Beerseba. Das alte Beerseba, bekannt aus den Zeiten der Patriarchen und später sprichwörtlich gebraucht zu Bezeichnung der südlichen Landesgränze, *) war von keinem *1 Vor der Trennung de« Reiche« J«rael wurde gesagt: «Von Dan bi« gen Beerseba». Rach der Theilung wurde die