Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 4 (4.1841)
- Date
- 1841-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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Da* Osterfest. 99 waren und längere Zeit schwankten, biS endlich diejenigen Verfügungen allgemeinere Anerkennung fanden, welche heute noch bestehen. Der Unterschied zwischen Judenchristen (an Jesus gläubig gewordenen Juden) und Heidenchristen (be, kehrten und getauften Heiden), der in der ersten christ, lichen Zeit in allen Fragen der werdenden Kirche so stark sich hervorthut, tritt uns auch sogleich bei der urchristli, chen.Osterfeier entgegen. Die Judenchristen blieben auch mit der festlichen Begehung des Passah bei ihrer alten Uebungnur daß sie es nunmehr als christliche Ostern feierten. Die Bedeutung des Festes hatte sich ihnen geändett, aber nicht die Art und die Zeit. Am Abend des t4ten Nisan begingen sie ihr christliches Passah, mahl, den folgenden Tag, den löten Nisan, weihten sie, als einen Buß, und Festtag, dem Andenken an daS Leiden und Sterben Jesu, und am dritten Tage feierten sie das Gedächtniß seiner Auferstehung. Dieses ihr christ, liches Passah, so wie ihr Auferstehungs, oder Osterfest, mußte dabei, wie das jüdische Passah, auf die verschie, denen Wochentage fallen, und es war bei ihnen der Ostrrtag noch nicht an einen Sonntag gebunden. An diese Art der Feier schloffen sich auch diejenigen Heiden» christen an, welche mit den judenchristlichen Gemeinen in näherer Berührung standen. Alle diese in Syrien, Me, sopotamie» und Kleinasien zerstreut wohnenden Christen feierten das Paffahfest zugleich mit den Juden. Diejenigen Heidenchristen hingegen, welche von An« fang an der Beobachtung und Beibehaltung des jüdischen Gesetzes sich entzogen hatten, unterließen auch gänzlich das Essen des Osterlammes. Sie feierten überhaupt keine .der jüdischen Festtage. Ihre heiligen Tage knüpften sich an die Erinnerung dessen, waS Jesus gethan. In jeder