Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 3 (3.1841)
- Date
- 1841-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
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DaS Osterfest. 7» und aß davon. Die Tischgenossen, thatcn deßgleichcn. Hierauf erzählte der HauSvatcr dem Sohne die Geschichte des Auszugs ans Aegypten und die Bedeutung der ganzen Feier und jedes einzelnen Thcilcs derselben. Dann wurde wr erste Thcil des LobgesangS, nämlich der 113te und 114te Psalm gesungen oder gebetet, und sodann der zweite Becher getrunken. Nun nahm der Hausvater zwei von den ungesäuerten Broden, brach eins entzwei, legte es auf das ganz gebliebene und sprach den Segensspruch über das Brod. Dann theilte er es unter die Tischgenossen aus, und jeder aß seinen Bissen, entweder trocken oder in die Brühe cingctunkt. Vielleicht ist dieses der Bissen, nach dessen Genuß JudaS Jschariot sich entfernte. Joh. 13, 30. Es ist wahrscheinlich, daß bei diesem Brodbrcchcn Jesus daS Abendmahl einsetzte mit den Worten: "Nehmet, esset; das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Das thut zu meinem Gedächtniß" (Matth. 26, 26. Luc. 22, 19.). Nach der Austheilung des BrodcS pflegte man das gekochte Fleisch und zuletzt das Osterlamm zu essen. Es gebührte sich, daß von dem lctztern ein Jeder wenigstens einen Bissen, einer Olive groß, verzehre. Auch über das Fleisch sprach der Hausvater vor dem Genüsse den Segen. Nach beendigtem Essen wusch der Hausvater die Hände, sprach die Danksagung für die genossene Speise, segnete den dritten Becher, und trank ihn mit den Tischgenossen. Dieser hieß der Becher der Danksagung. Vermuthlich ist es dieser Kelch der Danksagung bei dessen Ueberreichung Jesus die Einsetzungswortc sprach: "Dieser Kelch ist das neue Testament (der neue Bund)